Deal ausgehandelt?
Madoff wird sich vermutlich schuldig bekennen
Die Staatsanwaltschaft wolle sich auch bei einem Schuldeingeständnis Madoffs nicht auf eine Abmachung über eine Abschwächung der Vorwürfe oder ein niedrigeres Strafmaß einlassen, schrieb das "Wall Street Journal" unter Berufung auf informierte Personen. Die Ermittler hätten im Gegenteil vor, am Donnerstag weitere Vorwürfe zu erheben. Laut Medienberichten könnten dem 70-jährigen Madoff 20 bis 30 Jahre Gefängnis drohen.
Madoff gesteht Schaden von 50 Mrd. US-Dollar
Bisher ist nur bekannt, dass Madoff vor der Festnahme im Dezember seinen beiden Söhnen gestanden haben soll, mit einem "Schneeball"-System einen geschätzten Schaden von 50 Milliarden Dollar (39,5 Milliarden Euro) angerichtet zu haben. Die Staatsanwaltschaft legte noch keine Anklage vor. Ermittler versuchen seit Monaten, die Finanzströme nachzuverfolgen. Bisher ist ein Schaden von einigen Dutzend Milliarden Dollar zu Tage getreten. Während Madoff behauptet, im Alleingang gehandelt zu haben, soll die Staatsanwaltschaft davon überzeugt sein, dass er Komplizen hatte.
Bei einem Schneeball-System werden die Gewinne früherer Investoren mit dem Geld immer neuer Anleger bezahlt. Madoffs Betrugsmaschine soll nach Jahrzehnten zusammengebrochen sein, da unter dem Druck der Finanzkrise immer mehr Kunden ihr Geld zurückgeforderten. In Österreich ist die Wiener Bank Medici in die Madoff-Affäre verwickelt.
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