Versuchter Mord?

Anklage nach Schüssen auf Voest-Gelände fixiert

Niederösterreich
21.01.2009 14:45
Der Vorfall hatte für jede Menge Aufsehen gesorgt: Im September 2008 schoss ein entlassener Mitarbeiter auf dem Werksgelände der Voest-Alpine in Traisen (Bezirk Lilienfeld) einem Ex-Kollegen in die Schulter. Nun ist die Anklage gegen den 43-Jährigen fixiert: Er steht wegen versuchten Mordes, versuchten Widerstandes gegen die Staatsgewalt, versuchter schwerer Nötigung und illegalen Waffenbesitzes in St. Pölten vor Gericht, bestätige Staatsanwaltschafts-Sprecher Gerhard Sedlacek. Ein genauer Prozesstermin steht noch nicht fest.

Der 49-Jährige hatte sich 4. September 2008 gegen 10 Uhr Zugang zu dem Werk verschafft. Der ehemalige Mitarbeiter gab einen Schuss aus einer Pistole ab und traf einen Ex-Kollegen an der Schulter. Daraufhin verschanzte sich der bewaffnete Mann am Firmengelände. Gegen 15 Uhr gelang es Cobra-Beamten, den Niederösterreicher zu überwältigen, der die Aufgabe verweigerte und mit Selbstmord drohte.

"Er hat in ihm den Grund allen Übels gesehen"
Bereits am Tag nach dem Vorfall hatte der Verteidiger des Verdächtigen, Nikolaus Rast, beteuert, dass sein Mandant das Opfer "nur erschrecken wollte". "Das Motiv war Verzweiflung. Er hat in diesem Menschen den Grund allen Übels gesehen", berichtete Rast damals.

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