'Akute Erschöpfung'

US-Senator Kennedy wieder aus Klinik entlassen

Ausland
21.01.2009 18:22
Nach seinem Schwächeanfall bei den Feiern zur Amtseinführung von US-Präsident Barack Obama ist Senator Edward Kennedy auf dem Wege der Besserung. Der 76-Jährige, der an einem Gehirntumor erkrankt ist, konnte die Klinik am Mittwoch bereits einen Tag nach seiner Einlieferung wieder verlassen. Ursache für den Schwächeanfall war nach Ansicht seiner Ärzte vermutlich "akute Erschöpfung". Eine Sprecherin Kennedys sagte, der Senator sei guter Dinge. Die Ärzte hätten ihm Ruhe verordnet.

Kennedy war im Juni 2008 wegen eines bösartigen Gehirntumors operiert worden. Nach einer sechswöchigen Chemo- und Strahlentherapie zeigte er sich wieder in der Öffentlichkeit. Bereits im Vorwahlkampf der Demokratischen Partei stellte er sich auf die Seite Obamas.

Sekundenlange Totenstille im Saal
Kennedys republikanischer Senatskollege und Freund Orrin Hatch, der den Zusammenbruch miterlebte, sagte CNN, nach dem Kollaps habe im Saal sekundenlang Totenstille geherrscht. Er betonte, Kennedy sei bei Bewusstsein gewesen, als er von einem Krankenwagen abgeholt wurde. Er habe ihn angesehen und gelächelt. "Es war dieses alte irische Lächeln, von dem ich weiß, dass es bedeutet: Alles wird gut sein", sagte Hatch.

Der frühere Vizepräsident Walter Mondale erklärte, Kennedy habe mitten in einem Satz aufgehört zu sprechen. "Etwas ist passiert", sagte Mondale. "Es war ein ziemlicher Schock für uns alle." Kennedy war im Juni wegen eines Gehirntumors operiert worden. Nach einer sechswöchigen Chemo- und Strahlentherapie zeigte er sich immer häufiger wieder in der Öffentlichkeit, erlitt zwischendurch aber auch Schwächeanfälle.

Kennedy - einflussreiches Urgestein der Demokraten
Kennedy ist ein einflussreiches Urgestein der demokratischen Partei. Im erbitterten Vorwahlkampf um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten hatte der Senator von Massachusetts Obama unterstützt.

Auch der 91 Jahre alte demokratische Senator Robert Byrd - das älteste Senatsmitglied - wurde von dem Mittagessen weggeführt. Es war aber zunächst nicht klar, ob es dafür gesundheitliche Gründe gab. Ein Sprecher von Byrd sagte später, dass es dem Senator "gut" gehe.

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