Kriegerische Töne
Nordkorea will Regierung des Südens ‘auslöschen’
Als Grund führte der Sprecher an, dass die neue konservative Regierung in Seoul sich der nationalen Versöhnung verweigere. Dabei werde sie von ausländischen Kräften unterstützt. Der Armeesprecher, der in voller Uniform auch im Fernsehen zu sehen war, sagte, mit Provokationen des südkoreanischen Militärs wie der Verletzung der Seegrenzen sei eine Gefahren-Linie überschritten Worden. Nordkorea könne dem nicht länger nur zusehen.
Innerkoreanische Beziehungen verschlechtert
Seit der Regierungsübernahme von Präsident Lee Myung-bak im Süden im vergangenen Jahr haben sich die innerkoreanischen Beziehungen massiv verschlechtert. Lee hatte im Wahlkampf einen härteren Kurs angekündigt. Zehn Jahre lang bemühten sich seine liberalen Vorgänger um eine Entspannung des Verhältnisses. Im Juli wurde eine südkoreanische Touristin von nordkoreanischen Soldaten erschossen. Seit Dezember hält Nordkorea die Grenze weitgehend geschlossen. Besonders erbost ist Nordkorea wegen der Einschränkung südkoreanischer Hilfslieferungen für die eigene notleidende Bevölkerung.
Ein US-Wissenschaftler erklärte unterdessen, Nordkorea verfüge über waffenfähiges Plutonium für vier bis fünf Sprengköpfe. Selig Harrison vom Zentrum für internationale Politik in Washington erklärte nach einem Besuch in Nordkorea, Inspektionen der Sprengköpfe würden nicht erlaubt. Nordkorea wolle auch nicht mitteilen, wann des die Waffen aufgeben werde. Harrison erklärte weiter, Nordkorea hoffe auf bessere Beziehungen zu den USA unter dem künftigen Präsidenten Barack Obama.
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