Fatales Fährunglück
240 Vermisste nach Schiffsdrama in Indonesien
Unter den Geretteten sind der Kapitän und drei Besatzungsmitglieder, sagte der Sprecher der Suchmannschaften in Makassar am Montagabend (Ortszeit). Vier Kriegsschiffe und ein Militärflugzeug beteiligten sich an der Suchaktion.
Die Fähre sei am frühen Sonntag von meterhohen Wellen hin- und hergeworfen worden, sagte der Kapitän im indonesischen Fernsehen. "Ich war ganz allein, was mit den Passagieren passiert ist, weiß ich nicht", sagte er. Das Transportministerium betonte, dass die Fähre mit genügend Rettungsbooten für alle Passagiere ausgestattet war.
Aufgebrachte Angehörige
Die Fähre "Teratai Prima" war auf dem Weg von Sulawesi nach Borneo Das Unglück ereignete sich rund 50 Kilometer vor dem Hafen von Majene auf Sulawesi. Angehörige, die im Hafen von Samarinda bange auf Nachrichten der Suchmannschaften warteten, fragten empört, warum die Fähre trotz schlechten Wetters ausgelaufen sei. Der Wetterdienst habe vor dem Sturm zwischen Sulawesi und Borneo gewarnt, sagte Transportminister Jusman Syafii Djamal. "Der Kapitän hat aber darauf bestanden, die Reise fortzusetzen."
In Indonesien sind Hunderte Fähren zwischen den 17.000 Inseln unterwegs, viele davon alt und in schlechtem Zustand. Im Dezember 2006 war vor East Java eine Fähre mit 638 Menschen an Bord gesunken. 230 überlebten das Unglück. Der Sprecher des Transportministeriums betonte, dass die "Teratai Prima" nicht überladen war und erst Anfang des Monats gewartet worden sei.
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