Kuriose Wahlhilfe
Tschechiens Präsident verschickt “Straf-SMS”
Klaus möchte seinen Schützling, den Prager Oberbürgermeister Pavel Bem, an der Spitze der ODS sehen. Dieser hat jedoch kaum Chancen, weil sich die meisten regionalen ODS-Organisationen hinter Topolanek gestellt haben.
Klaus bestätigt SMS-Versand indirekt
Eine "Straf-SMS" mit dem oben genannten Text erhielten laut Zeitungsberichten vom Freitag beispielsweise Innenminister Ivan Langer, Arbeitsminister Petr Necas und Industrie- und Handelsminister Martin Riman. Necas soll er sogar noch geschrieben haben, dass er (Klaus) ihn nicht mehr mit dem Vornamen ansprechen werde. Klaus bestätigte indirekt den Versand derartiger SMS an die ODS-Delegierten. "Ich bin schockiert, welche Taktik einige ODS-Mitglieder benutzen, wenn sie private SMS veröffentlichen", erklärte der Staatschef.
Bereits vor sechs Jahren war Klaus durch eine SMS berühmt geworden, als beim ODS-Kongress sein Nachfolger an der ODS-Spitze gewählt worden war. Es gab mehrere Kandidaten, wobei der Sieger, Topolanek, nicht sein Wunschkandidat war. Das Wahlergebnis kommentierte Klaus dann in einer SMS an seinen Sohn: "Falscher und leerer Topol (Spitzname für Topolanek, Anm.)". Einer Boulevardzeitung gelang es, die SMS auf dem Handy von Klaus zu fotografieren.
Wahl zum ODS-Chef am Sonntag
Stattfinden wird die Wahl des ODS-Chefs am Sonntag. Bisher gibt es zwei Kandidaten - Topolanek und Bem. Klaus, der die ODS 1991 gegründet hatte, war äußerst enttäuscht vom Ausgang der Regional- und Teil-Senatswahlen, in denen die ODS eine schwere Niederlage erlitten hat. Auch deswegen äußerte er den Wunsch, Topolanek von der Parteispitze abzusetzen.
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