Durch Finanzkrise

Privatschulden drohen zu explodieren

Oberösterreich
02.12.2008 16:35
Die Zahl stark verschuldeter Menschen in Oberösterreich drohe durch Finanz- und Wirtschaftskrise um 30 Prozent zu steigen, rechnen Experten. Landespolitiker fordern Gegenmaßnahmen - etwa ein höheres Existenzminimum.

Seit 1. November liegt das unpfändbare Existenzmimimum bei 779,99 Euro und erhöht sich bei Unterhaltspflichten - "allerdings ungleich weniger als in Deutschland", wie Familienreferent Franz Hiesl (VP) weiß. Er fordert eine Angleichung an das höhere Niveau in Deutschland, damit speziell Schuldnern mit Kindern ein würdiges Auskommen gesichert werden kann. Das würde auch eine verschärfte Bonitätsprüfung bei der Kreditgewährung nach sich ziehen. "Und so die Konsumenten vor unüberlegten Schulden schützen", meint Hiesl.

Grünen-Chef Landesrat Rudi Anschober sieht bei der Steuerreform noch Änderungsbedarf zugunsten von Kleinverdienern, damit diesen mehr Geld bleibt und sie vor der Schuldenspirale besser geschützt sind.


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