Auch für Samstag wurde wieder mit Überschreitungen gerechnet; womit Tag fünf erreicht wäre. Nach der alten - vom UVS aufgehobenen - Feinstaub-Verordnung würde damit für Sonntag ein absolutes Fahrverbot im Raum Graz fällig!
Faktum ist: Das Thema Feinstaub lässt niemanden in der Murmetropole kalt. Was verbirgt sich aber hinter dem "Phantom" Feinstaub? Woher kommt er? Wie kann man den mikroskopisch kleinen Partikeln auch mit unkonventionellen Methoden Herr werden?
Das Feinstaub-Fahrzeug
Einen (kuriosen, aber durchaus nicht utopischen) Ausweg aus der Feinstaub-Misere scheinen zwei junge Grazer Techniker gefunden zu haben: Christian Kussmann und Anton Modersohn haben ein Fahrzeug entwickelt, das imstande wäre, die Feinstaub-Hochburg Graz in einen Luftkurort zu verwandeln - das sogenannte Feinstaub-Fahrzeug (Bild). Dieses trennt den schädlichen Feinstaub mittels ausgeklügeltem Filtersystem von der guten Luft. Der Fahrzeugtechniker Kussmann und der angehende Maschinenbauer Modersohn sind, was man gemeinhin unter kreativen Köpfen oder Querdenkern versteht. Zweifellos: Das Feinstaub-Fahrzeug ist eine kuriose Idee - "aber es funktioniert", behauptet Kussmann fast ein wenig schelmisch. Zwei Jahre lang hat das Duo die Idee mit sich herumgetragen, bis es sich im Sommer endlich an die Umsetzung machte. Monatelang steckten die beiden jede freie Sekunde in den Feinstaub-Killer.
Ozon wird Sauerstoff
Mit Erfolg - denn das Feinstaub-Fahrzeug ist ein wahres Wunderding der Technik: Wie eine Kehrmaschine entfernt es grobkörnigen Staub von der Straße, bevor dieser zum Feinstaub zermahlen wird. Und das ist der eigentliche Coup: Mittels eines aufwändigen Filtersystems wird der Feinstaub aus der Luft gesiebt und bodennahes Ozon in Sauerstoff ungewandelt. Sicher, ein Fahrzeug allein kann nicht viel ausrichten. Würde aber eine Flotte von 50 Fahrzeugen im 24-Stunden-Betrieb eingesetzt, könnte man binnen 100 Tagen die Luft im gesamten Grazer Becken umwälzen!
"Läppische" drei Millionen pro Gefährt
Klingt als würden sich vielleicht schon bald alle Feinstaub-Sorgen in (saubere) Luft auflösen - wäre da nicht diese leidige Sache mit den knapp drei Millionen Euro für den Bau eines ersten Prototyps...
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