Bescheid gekippt
Bub mit Down-Syndrom darf in Australien bleiben
Evans erklärte, Möller und seine Familie leisteten einen wertvollen Beitrag, der der gesamten Gesellschaft zugutekomme. "Ich bin froh, dass sie sich entschieden haben, Australien zu ihrer Heimat zu erklären."
Die Behörden hatten den Antrag der Familie auf eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis erstmals im Oktober abgelehnt. Zur Begründung hieß es, der 13-jährige Bub "erfülle nicht die gesundheitlichen Anforderungen". Sein Gesundheitszustand werde "wahrscheinlich zu bedeutenden und dauerhaften Kosten für die australische Gemeinschaft" führen, hieß es.
Einziger Arzt für 54.000 Menschen
Möller lebt mit seiner Familie seit mehr als zwei Jahren in Horsham, einer Ortschaft im Staat Victoria. Er arbeitet dort in einem regionalen Krankenhaus und ist der einzige Arzt für 54.000 Menschen. Seine Familie fühle sich inzwischen dort so wohl, dass sie beantragte, dass ihre bis März 2010 geltende Aufenthaltserlaubnis in eine dauerhafte umgewandelt wird.
Möller konnte bei seinen Bemühungen auf einflussreiche Unterstützer zählen. Der Ministerpräsident von Victoria, John Brumby, hatte sich hinter die Familie gestellt, und auch Gesundheitsministerin Nicola Roxon erklärte, es gebe gute Gründe, warum der Arzt und seine Familie in Australien bleiben könnten. Auch das Krankenhaus, für das Möller arbeitet, konnte die Ablehnung der Behörden nicht nachvollziehen.
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