Krise hausgemacht

Deutlich weniger Gäste in steirischen Thermen

Steiermark
22.11.2008 15:23
Wie Kneippsche Güsse - kalt-warm - kriegt es aktuell das "Steirische Thermenland": Die Zahl der Tagesgäste schrumpft, und zwar in Dimensionen, die Besorgnis auslösen. Die Ursachen sind hausgemacht: Zu viele Thermen, und Eintrittspreise, die sich die Familien nicht mehr leisten können. Bei Besuchern aus dem Ausland dagegen werden erfreuliche Zuwächse registriert.
Es ist eine beständige Abwärtskurve: Seit Jahren rasselt die Zahl der Tages-Thermenbesucher in den Keller. Gut 100.000 Tickets weniger, das ist bei Eintrittspreisen um die 30 Euro schon ein Faktor. Und der Trend setzt sich fort. Peter Merlini, Obmann des Thermenlandes: "Nur mit Qualitätssteigerung und nicht noch mehr Thermen können wir uns stabilisieren."

Mehr Gäste aus dem Ausland
Noch liegt die Steiermark im (hell)grünen Bereich: "Von sieben Millionen Tagesgästen, die in ganz Österreich Thermen besuchen, kommen 27 Prozent in die Steiermark. Fast ein Drittel des Gesamtumsatzes machen diese Gäste aus." Lauter klingeln die Kassen durch Touristen aus dem Ausland und ihre Langzeitaufenthalte. 

Mehr als zwei Millionen Nächtigungen im Vorjahr brachten ein Plus von 2,3 Prozent gegenüber 2006. "Bis Ende August des laufenden Jahres haben wir bei den Übernachtungen durch Besucher aus unseren Hauptmärkten Italien und Deutschland sogar immense Steigerungen - zwischen 19 und 30 Prozent", freut man sich über dieses positive Ergebnis.

Daten und Fakten

  • Sechs Thermen gibt es aktuell im Thermenland, mit Köflach (Nova) und Aqualux in Fohnsdorf sind es weitere zwei. Nach der Eröffnung der Grimming-Therme und dem Solebad in Bad Aussee verfügt die Steiermark dann über 10 Thermen. 
  • Die älteste - 175 Jahre - ist Bad Gleichenberg. 5170 Menschen sind indirekt im Thermen-Tourismus beschäftigt, 1380 Personen arbeiten in direkt in den Leitbetrieben. 
  • 11.345 Betten werden mittlerweile im Thermentourismus angeboten, 4272 davon im 4-Sterne-Bereich. 
  • Das "steirische" Heilwasser aus 3000 Metern Tiefe ist bis zu 110 Grad heiß.

von Heidelinde Venusz und Gerhard Felbinger, "Steirerkrone"

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