"Über-Heilige"
Vatikan will Sechsjährige als Kirchenlehrerin
Das "Nennolina" genannte Mädchen hat während seines kurzen Lebens rund 150 Briefe an Jesus, Maria und die heilige Dreifaltigkeit hinterlassen, und Experten hätten darin "mit Verblüffung" eine wunderbare theologische Zusammenschau entdeckt. Die Sechsjährige hatte auch "Visionen", zu ihren Wundern - die für eine Seligsprechung notwendig sind - wird etwa die Heilung einer Amerikanerin von Hepatits-C gezählt, die erfolgt sein soll, nachdem die Frau zu Antonietta betete.
Dem aus Rom stammenden Mädchen war mit fünfeinhalb Jahren ein Bein amputiert worden, nachdem die Ärzte einen Knochentumor entdeckt hatten. Nach Darstellung des Vatikan bewahrte das Kind trotz seiner schweren Krankheit ein fröhliches, heiteres Wesen und zudem "ein intensives mystisches Leben". Radio Vatikan zitierte folgende Passage aus einem "an das Jesuskind" adressierten Brief des Mädchens: "Liebes Jesuskind, du bist heilig, du bist gut, tu mir den Gefallen und gib mir mein Bein zurück. Wenn du das nicht willst, dann möge dein Wille geschehen." Ein Schrein mit Reliquien des Mädchens befindet sich in der Basilica Santa Croce in Rom. Im Dezember 2007 hatte Papst Benedikt XVI. grünes Licht für Nennolinas Seligsprechung gegeben.
Bisher jüngste Kirchenlehrerin war 24
Es gibt derzeit exakt 33 Kirchenlehrer - fast alle sind Männer, unter ihnen auch bedeutende Philosophen wie Augustinus und Thomas von Aquin. Bisher ist die im Alter von 24 Jahren im Jahre 1897 gestorbene französische Nonne Therese von Lisieux die jüngste Kirchenlehrerin. Sie wurde 1925 von Papst Pius XI. heilig gesprochen und 1997 von Papst Johannes Paul II. zur Kirchenlehrerin erhoben.
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