Fern verkitschter Sozialromantik, dafür umso ernsthafter fokussiert Regisseur Andreas Dresen ("Halbe Treppe") das für viele delikate Thema Sex und Erotik im Spätsommer, ja Herbst des Lebens. Dass sich auch welke Haut nach Berührung sehnt und dass Zärtlichkeit noch immer die schönste Form von Nähe ist, schildert dieses mutig-ungeschönte Filmkleinod, das bei den Filmfestspielen in Cannes mit dem Sympathiepreis "Coup de Cur" ausgezeichnet wurde.
Ein Streifen aber auch, der zeigt, dass selbst späte Liebe noch wehtun kann. Wer in dem Wissen um die eigene Endlichkeit zu genießen weiß und falsche Scham in die Bettlade sperrt, darf immer auf Momente sinnlichen Glücks hoffen.
Christina Krisch, Kronen Zeitung
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