Hungerstreik
Häftlinge nähen sich aus Protest den Mund zu
Laut griechischen Medienberichten beteiligen sich insgesamt mehr als 4.000 Häftlinge in 21 Gefängnissen bereits den achten Tag in Folge an einem Hungerstreik. Sie protestieren damit gegen Überbelegung, übermäßig lange Untersuchungshaftzeiten und Rauschgifthandel hinter den Gefängnismauern.
4.000 weitere Häftlinge verweigerten die Gefängniskost ebenfalls, nähmen aber von Besuchern mitgebrachte Nahrungsmittel zu sich, erklärte die griechische Initiative für die Rechte von Häftlingen am Dienstag in Athen. Demnach sind rund zwei Drittel der 12.200 Gefangenen in Griechenland an der Protestaktion beteiligt. Das Justizministerium sprach nur von etwa der Hälfte.
Justizminister Sotiris Chadsigakis kündigte eine Reihe von Reformen an, um die Haftbedingungen zu verbessern. Nach offiziellen Angaben dauert die U-Haft in Griechenland bis zu zwölf Monate und damit fast dreimal so lange wie in anderen EU-Staaten.
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 






Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.