"Sicherheitsrisiko"

Kärnten will zweiten Reaktor in Kr¿ko verhindern

Kärnten
07.11.2008 11:40
Kärnten will alles unternehmen, um die Errichtung eines zweiten Kernkraftwerks im slowenischen Krko zu verhindern. Gefordert wird, dass sich die Bundesregierung mit Nachdruck gegen die Erweiterungspläne stellt. Ein Hoffnungsschimmer: Vor dem Ausbau des Reaktors soll es in Slowenien eine Volksabstimmung geben.

Nach der Wahl Ende September waren die slowenischen Atompläne bekannt geworden. Geplant ist sowohl die Errichtung eines zweiten Reaktorblocks in Krko, wie auch die Modernisierung des bestehenden Atommeilers, der noch weitere 20 Jahre am Netz bleiben soll. Dabei hatte Slowenien vor der Aufnahme in die EU die Schließung von Krko zugesagt - das war die Bedingung Österreichs gewesen. 

Volksabstimmung vor Ausbau
Davon will man in Slowenien nichts mehr wissen. Der Ausbau der Atomkraft soll dem wachsenden Energiebedarf Rechnung tragen. Immerhin will Slowenien zuvor aber eine Volksabstimmung abhalten. Über einen Zeitpunkt dafür soll im kommenden Jahr entschieden werden. 

Widerstand aus Kärnten
In Kärnten stoßen die Ausbaupläne auf heftigen Widerstand: Die Atomanlage von Krko ist nur 80 Kilometer Luftlinie von der Landesgrenze entfernt und liegt auf einer bekannten Erdbebenlinie. In den vergangenen Jahren kam es immer wieder zu Störfällen. 

"Enormes Sicherheitsrisiko"
Während das bestehende AKW von Amerikanern errichtet wurde, soll die neue Anlage von einer französichen Firma gebaut werden. "Das ändert nichts an der Gefährdung der Bevölkerung", erklärt Grünen-Sprecher Rolf Holub. "Der geplante zweite Bau ist ein enormes Sicherheitsrisiko." 

Bundesregierung gefordert
Auch für SP-Chef Reinhart Rohr und BZÖ-Klubobmann Kurt Scheuch sind die Pläne besorgniserregend. Die Bundesregierung sei gefordert, mit Nachdruck gegen den Bau des zweiten Reaktors und die Verlängerung des bestehenden AKW aufzutreten.

von Waltraud Dengel, Kärntner Krone

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