Der seit etlichen Jahren pensionierte Emmerich meinte im ORF-Fernsehen, dass er sich "nicht von einem Schwarzen in der westlichen Welt dirigieren lassen" möchte und gestand zugleich ein, dass das schon auch "eine rassistische Bemerkung" sei. Er habe Zweifel, ob Europa Obama "verdaue".
Die Amerikaner hielt Emmerich in der TV-Diskussion "nach wie vor für Rassisten, und es muss ihnen schon sehr schlecht gehen, dass sie so eindrucksvoll ... einen Schwarzen mit einer schwarzen, sehr gut aussehenden Frau ins Weiße Haus schicken". Laut Emmerich wäre das ungefähr so, "wie wenn der nächste Bundeskanzler in Österreich ein Türke wäre".
ORF geht auf Distanz
"Der ORF distanziert sich von jeder Art der Diskriminierung entschieden", sagte ORF-Kommunikationschef Pius Strobl zu den Vorfällen. Leider könne man bei Live-Diskussionen nur bedingt eingreifen, der ORF werde das aber bei der künftigen Einladungspolitik berücksichtigen. Der Moderator und ORF-TV-Außenpolitikchef Andreas Pfeifer habe jedenfalls "sofort und richtig reagiert", so Strobl weiter.
Auf die Frage, ob es für Emmerich künftig ein Auftrittsverbot gebe, erklärte der ORF-Sprecher, dass dies "Sache der jeweiligen Redaktion" sei. "Dort wird aber sicher mitbedacht, ob solche Aussagen dem öffentlich-rechtlichen Auftrag des ORF entsprechen."
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