Armut im Land

136.000 Oberösterreicher haben unter 836 Euro

Oberösterreich
23.10.2008 09:14
Armut ist wie eine chronische Krankheit, die das Leben zermürbt - und viele schauen weg, weil es ihnen peinlich ist. 136.000 Landsleute müssen laut einer Studie des Linzer Instituts für Gesellschafts- und Sozialpolitik monatlich mit 893 Euro ihr Dasein fristen: Sie sind armutsgefährdet. Vier Prozent davon gelten als wirklich arm.

"Wir sind satt, das sag ich jetzt als Beamtin, und schauen auch oft gar nicht mehr hin, wenn es jemandem schlechter geht", weiß Christine Stelzer-Orthofer vom Institut für Gesellschafts- und Sozialpolitik an der Linzer Kepler-Uni. Sie hat für das Armutsnetzwerk, an dem zahlreiche karitative Organisationen beteiligt sind, eine aktuelle Studie über die heimische Situation ausgearbeitet.

Tatsächlich liegt unser Land mit 9,7 Prozent Armutsgefährdeten unter dem Bundesschnitt, der bei 12,6 Prozent liegt. Das ist aber noch keine Seligsprechung. Laut der Studie müssen 28 Prozent der Oberösterreicher mit materiellen Einschränkungen über die Runden kommen. Vor allem Ausländer, alleinstehende Pensionisten, Alleinerzieher und Familien mit drei Kindern sind besonders stark in Gefahr, in die Armutsfalle zu geraten.

Das Armutsnetzwerk fordert als Gegenmaßnahme eine Mindestsicherung von 750 Euro, die 14-mal im Jahr ausbezahlt werden soll.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Oberösterreich
23.10.2008 09:14
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung