Nach neun Jahren

Globasnitzer Grabungen im September beendet

Kärnten
17.08.2008 18:28
Die Geschichte der Ostgoten zeigt das Globasnitzer Gräberfeld: Nach neun Jahren gehen die Grabungen aber im September zu Ende. Dann wird eine Infotafel auf die 1500 Jahre alten Funde hinweisen. "Dass wir hier auf solche Sensationen stoßen, das war immer mein Traum", schwärmt Archäologe Franz Glaser.

Seit 30 Jahren ist der Landesarchäologe in Globasnitz am Suchen. "Die Kirchen- und Gräberfunde vom Hemmaberg haben mich neugierig gemacht." Vor neun Jahren erhielt der Wissenschaftler die Bestätigung für seine Vermutungen: Am Feld eines Bauern, im Herzen von Globasnitz, wurden Grabstätten aus der Ostgotenzeit (493 bis 536) entdeckt. 

1500 Jahre alte Funde wie Kleiderspangen, Gürtel, Fibeln, geformte Ostgotenschädel bewiesen die Sensation. Glaser: "Damit haben wir die Geschichte Österreichs aus der Erde geholt." Nun gehen die Ausgrabungen zu Ende. "Insgesamt haben wir 425 Gräber freigelegt", so Josef Eitler. Der Archäologe hat bereits als Student mitgeholfen und betreute nun selbst Studierende, die ihre Praktika absolvierten. 

Von Gerlinde Schager, Kärntner Krone

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