Altes Brauchtum

Wie seinerzeit: “Troadeinfiahn mitn Ross”

Kärnten
15.08.2008 18:34
Ganz a so wias früha war" wurde Freitag in Glanhofen "Troad" geerntet. Oder doch nicht wirklich nach alter Art? "Machts die Musi leiser, das hab ma eanta a nit so ghobt!", schimpfte die Krendl-Oma lächelnd, die den jungen Leuten vom Reit- und Fahrverein sowie von der Landjugend das Garben-Binden beibrachte.

"Uma Achte: Fruaschte mit Mülch und Sterz" - So wurden die Glanhofener zum "Troadschneiden" auf den Krendlhof eingeladen. Gestärkt marschierten die Männer mit "Troadsensen" aufs Feld, das sie bereits im Frühling bestellt hatten: Da hatten die Freizeitpferde erstmals Pflug und Egge gezogen. 

Viele Fotos vom "Troadernten" findest du in der Infobox!!!

So wie früher
"Das mussten sie erst lernen", erzählt Gerhard Treffner, der Obmann des Pferdevereins. Auch Othmar Fercher hat keine Mühen gescheut: "Ich habe bei Bauern Troadsensen, die eine Plane zum Zusammenhalten der Halme haben, gesucht. Einige hab ich selbst gemacht - und erstmals Planen genäht." 

Das Garbenbinden und "Tekln", also das Aufstellen der Garben, haben die Pinter-Oma und die Krendl-Oma den jungen Leuten beigebracht: "Die stellen sich gar nicht schlecht an!" Nach dem "Troadeinfiahn mitn Ross" wurde gefeiert. Und für nächstes Jahr hat Fercher bereits einen neuen Plan für eine alte Arbeit...

von Christina Kogler/Kärntner Krone

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