Riesenglück

40-Tonner zwischen Bahnschranken gefangen

Kärnten
14.08.2008 18:36
Der geistesgegenwärtigen Reaktion eines Lokführers ist es zu verdanken, dass Donnerstag Früh ein Frontalzusammenstoß eines mit 30 Fahrgästen besetzten Personenzug mit einem Lkw verhindert werden konnte. Ein 65-jähriger Kraftfahrer ist in Weißenstein mit seinem 40-Tonner von den Schranken eines Bahnüberganges eingeschlossen worden. Der Lokführer leitete sofort eine Schnellbremsung ein und konnte sein Fahrzeug fünf Meter vor dem Sattelschlepper zum Stillstand bringen.

Der Lkw-Lenker war langsam in die Bahnkreuzung eingefahren. Plötzlich streikte das computergesteuerte Schaltwerk des Sattelschleppers. "Der Mann versuchte mehrmals zu schalten, aber der Computer hat den Gang nicht angenommen", berichtet Gruppensinspektor Erwin Glanzer. "Plötzlich haben sich dann auch noch die Bahnschranken geschlossen."

Sofort gebremst
Der Lokführer des herannahenden Regionalzuges aus Villach, der mit 30 Personen besetzt war, sah das Fahrzeug auf den Geleisen schon von weitem und leitete sofort eine Schnellbremsung ein. Nur fünf Meter vor dem Sattelschlepper kam der Zug zum Stillstand. "Das war ein Riesenglück", so Glanzer.  "Der Zug war auf Koalitionskurs." Der Lokführer, die 30 Passagiere und der Lkw-Fahrer, der sich in Sicherheit bringen konnte, kamen mit dem Schrecken davon. Laut Informationen der Polizei hatte der Zug lediglich eine Verspätung von sechs Minuten. 

Zeugen gesucht
Die Polizeiinspektion Weißenstein sucht nun Zeugen des Vorfalles, da nicht auszuschließen ist, dass der Lkw-Lenker bereits bei blinkendem Rotlicht in die Eisenbahnkreuzung eingefahren ist. 

Symbolbild

 

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