Jung und stark

Sturm weiter auf “Höhenflug”, KSV zahlt Lehrgeld

Steiermark
12.08.2008 10:35
Die Mannschaft von Sturm Graz hat am Samstag ihren Erfolgslauf fortgesetzt und ist mit einem klaren 3:1-Sieg in Kapfenberg (links im Bild Sturm-Coach Foda mit Kapfenbergs Gregoritsch) an die Tabellenspitze der tipp3-Fußball-Bundesliga gestürmt. Für den Aufsteiger aus der Obersteiermark wird die Luft nach der Derby-Pleite dagegen dünner. Kapfenberg wartet weiter auf den ersten Saisonsieg und erhielt von Austria Kärnten (2:0 gegen Mattersburg) nach der 6. Runde die "Rote Laterne" des Tabellenschlusslichts überreicht.

Noch in der Sommerpause hatten zahlreiche Fußball-Experten Sturm kaum eine Rolle im Titelkampf zugetraut. Auch Franco Foda hatte mit dem Verweis auf die einmal mehr zahlreichen Abgänge von Leistungsträgern wie Prödl und Säumel selbst geschickt die Erwartungshaltung gedämpft. Doch der deutsche Erfolgscoach schaffte es in "Rekordzeit" um die Routiniers Mario Haas und Samir Muratovic eine junge, schlagkräftige Truppe zu formen.

Haas als Aktivposten
Muratovic gelang am Samstag im ersten steirischen Bundesliga-Derby (den Matchbericht findest du in der Infobox) seit über 15 Monaten ein Doppelpack. Haas (123 Bundesliga-Treffer) blieb zwar gegen Kapfenberg ohne Torerfolg und verpasste es daher auch mit Ivica Vastic (124) in der ewigen Bundesliga-Torschützenliste gleichzuziehen, der 33-Jährige war aber ein absoluter Aktivposten seines Teams.

"Wir haben unsere Klasse auch gegenüber Kapfenberg gezeigt und sehr routiniert gespielt. Nicht nur ich, sondern auch die ganze Mannschaft war eine Klasse für sich", bilanzierte Haas zufrieden nach dem Spiel. Für den Torschützen Marko Stankovic war der Derby-Erfolg gar "der verdienteste Sieg, den ich jemals in der Bundesliga erleben durfte".

Frust beim Aufsteiger
Während in Graz Jubelstimmung herrscht, macht sich beim Aufsteiger aus Kapfenberg Frustration breit. "Wir müssen schneller werden auf dem Spielfeld und im Kopf. Das Tempo in der Bundesliga ist für uns derzeit noch zu hoch", räumte der eingewechselte Herbert Wieger nach Spielende ein. Der letzte Derby-Sieg gegen Sturm liegt mehr als 50 Jahre zurück (8. Mai 1958).

KSV-Boss will Gespräch wegen Daxbacher-Sager - siehe Infobox!

"Die Spieler sind sicher geknickt", weiß auch Coach Werner Gregoritsch, der aber den Blick sofort nach vorne richtet: "Die nächsten Gegner sind unsere Kragenweite, da werden wir zeigen, dass wir kein Kanonenfutter sind." Das noch sieglose Kapfenberg bekommt es in den Runden 7 bis 9 mit Mattersburg (a), Altach (h) und Kärnten (a) zu tun.

Wie's bei der Konkurrenz aussieht
In der Klagenfurter Hauptstadt ist Austria Kärnten am Samstag mit einem 2:0-Heimerfolg über Mattersburg die Wiedergutmachung für die Pleite am selben Schauplatz gegen Sturm Graz (0:2) geglückt. Um den ersten Saisonerfolg einzufahren und den Tabellenkeller zu verlassen, hatte Schinkels seine Elf an fünf Positionen verändert und Manuel Weber die Kapitänsbinde entzogen. "Das ist wie wenn man bei Rot über die Ampel fährt - da muss man auch einmal zahlen. Das nächste Mal ist er aber wieder Kapitän", verkündete Schinkels nach dem Spiel.

Den Mattersburgern macht weiter ihre eklatante Auswärtsschwäche zu schaffen. Kein Punkt und ein Torverhältnis von 0:11 nach drei Saisonspielen in der Fremde sind wahrlich kein Ruhmesblatt. "Es ist nicht der letzte Glaube da, wie er im Pappelstadion da ist", analysierte Coach Franz Lederer, dessen Kontertaktik, wegen der auch Jancker zunächst nur auf der Bank Platz nahm, in Klagenfurt nicht aufging.

"Die Auswärtsbilanz schaut natürlich brutal aus", gestand Lederer, der sich sein erstes Spiel nach Erhalt der A-Trainer-Lizenz wohl anders vorgestellt hatte. "Aber so sind die Dinge: Wenn ich hingehe und den Ball reinhauen will, dann ist er drin. Wenn ich ihn irgendwie reinbringen will, dann geht er eben nicht rein."

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