Ärger in Kanada
Guantanamo-Häftling verklagt Regierungschef
Der in Toronto geborene Omar Khadr war nach Angaben seiner Anwälte im Jahre 2002 erst 15 Jahre alt, als er nach amerikanischer Darstellung einen US-Sanitäter in Afghanistan getötet haben soll. Schon wegen dieses jugendlichen Alters hätte die kanadische Regierung seine lange Inhaftierung auf dem US-Stützpunkt auf Kuba verhindern müssen, argumentierten die Anwälte. Khadr soll sich von Oktober an vor einem US-Militärtribunal in Guantanamo verantworten.
Derzeit sind noch rund 265 Gefangene in dem US-Lager Guantanamo auf Kuba als "feindliche Kämpfer" inhaftiert, die im von US-Präsident George W. Bush nach den Anschlägen vom 11. September 2001 prokalmierten "Krieg gegen den Terror" festgenommen wurden. Die meisten von ihnen werden bereits seit Jahren ohne Anklage festgehalten, viele von ihnen haben angegeben, misshandelt worden zu sein. Sowohl der republikanische Präsidentschaftskandidat John McCain als auch sein demokratischer Rivale Barack Obama haben angekündigt, das Lager im Falle ihrer Wahl schließen zu wollen.
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 






Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.