Crash mit 120 km/h
Tote bei schwerem Zugsunglück in Tschechien
Bei den Toten soll es sich um fünf Tschechinnen, einen Polen und einen Ukrainer handeln. Von den 67 Verletzten befanden sich 13 in ernstem Zustand, sie wurden mit Hubschraubern und Krankenwagen in Krankenhäuser in der Umgebung gebracht. Unter den Verletzten waren hauptsächlich Polen und Tschechen, sowie zwei Franzosen und ein Englisch sprechender Mann.
Bilder vom Unglücksort findest du in der Infobox.
Der EuroCity 108 "Comenius" war laut einem Sprecher der staatlichen tschechischen Eisenbahninspektion um 10.30 Uhr kurz hinter Ostrava mit einer Geschwindigkeit von 135 Kilometern pro Stunde auf die kurz zuvor herabgestürzten Brückentrümmer zugerast. Der Lokomotivführer habe das Tempo mit einer Notbremsung zwar noch auf rund 120 km/h reduzieren, aber den Aufprall nicht verhindern können.
Zeuge spricht von "Massaker"
Ein tschechischer Journalist berichtete vom Unglücksort: "Das ist wie ein Massaker. Die Lokomotive hat sich gegen die Fahrtrichtung gedreht, die ersten Waggons sind vollkommen zertrümmert. Hunderte Rettungsleute ziehen der Reihe nach Verletzte aus den Waggonfenstern." Der Zug war um 7.00 Uhr in Krakau abgefahren und sollte fahrplanmäßig um 14.00 Uhr in Prag ankommen.
Die 1961 erbaute Autobahnbrücke über die Bahnstrecke befand sich seit längerem in schlechtem Zustand. Sie wurde seit April saniert. Die Bauarbeiten sollten bis Oktober dauern. Das Unglück vom Freitag ist das schlimmste in Tschechien seit 13 Jahren.
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