Vor Eröffnungsfeier
Islamistische Gruppe droht wieder mit Anschlägen
Zu Beginn der auf den 1. August datierten Aufnahme ist ein in Flammen stehendes Pekinger Olympia-Logo zu sehen. Anschließend beschreibt ein vermummter, einen schwarzen Turban tragender Sprecher die "Grausamkeiten Chinas gegen Muslime und Ost-Turkistan, die den Dschihad gegen das kommunistische Regime rechtfertigen." China unterdrücke den Islam und zwinge die Muslime in den Atheismus, da das Land Islam-Lehrer gefangen nehme und töte sowie Islam-Schulen zerstöre.
Während seiner Botschaft hält der Sprecher demnach ein AK-47-Maschinengewehr in den Händen. Hinter ihm steht in arabischer Schrift auf einem schwarzen Plakat geschrieben: "Es gibt keinen anderen Gott als Allah, Mohammed ist der Bote Gottes."
Vor knapp zwei Wochen hatte die "Islamische Partei Turkistan" schon einmal vor Angriffen auf das Sportspektakel gewarnt und sich zu mehreren Attentaten der vergangenen Wochen bekannt, darunter auch die Anschläge auf zwei Linienbusse in der südwest-chinesischen Stadt Kunming, bei denen Ende Juli zwei Menschen getötet und 14 weitere verletzt wurden.
China hat anlässlich der Olympischen Spiele in Peking eine großangelegte Sicherheitskampagne gestartet. In deren Fokus stehen vor allem Aktivisten für ein unabhängiges Tibet und Extremisten des Turkvolkes der Uiguren, die für einen eigenständigen Staat in der westlichen Region Xianjiang kämpfen. Diese Region wird von muslimischen Separatisten auch "Turkistan" genannt. Viele Bewohner dieser Provinz sind muslimische Uiguren.
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 






Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.