Zur Überwachung
Polen plant elektronische Armbänder für Pädophile
In einem Jahr solle das elektronische Armband eingeführt werden, so Vize-Justizminister Lukasz Redzinak. Zurzeit laufe die Ausschreibung für das Projekt. Auch Vertreter der Oppositon begrüßen die Pläne. "Das Problem ist heute weniger das Aufspüren der Pädophilen als vielmehr die Kontrolle über sie, wenn sie das Gefängnis verlassen", so Katarzyna Piekarska vom "Bündnis der demokratischen Linken" (SLD). Für das Armband sollen sich auch Kleinkriminelle entscheiden können, denen im Gegenzug eine Gefängnisstrafe erlassen wird.
Beim polnischen Gesundheitsministerium denkt man derzeit allerdings über eine radikalere Lösung nach: die so genannte "hormonelle Kastration". Das Ministerium möchte diese Methode so schnell wie möglich anwenden und führe in dieser Frage Gespräche mit Sexual-Wissenschaftlern, erklärte der Sprecher des Ministeriums Jakub Golab gegenüber "Polska". Bei dieser Behandlung müssen die Straftäter Tabletten einnehmen, die ihren Sexualtrieb hemmen. Einen entsprechenden Gesetzesentwurf hat das Ministerium aber noch nicht erarbeitet.
Das Justizministerium sieht diese Pläne allerdings skeptisch. Die hormonelle Kastration könne dauerhafte Gesundheitsschäden hervorrufen und sei deshalb verfassungswidrig, heißt es in einer Erklärung des Ministeriums.
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 






Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.