Mo, 22. Oktober 2018

Zwerge schlagen zu

05.08.2008 08:39

Wo sich Dinkhauser und das LIF Stimmen holen

Drohen Österreich nach der Nationalratswahl am 28. September italienische Verhältnisse? Also eine zersplitterte Parteienlandschaft mit vielen kleinen Fraktionen. Das Meinungsforschungsinstitut Fessel-GfK hat für die "Krone" erstmals eine Umfrage erarbeitet, in der auch Fritz Dinkhauser und die Liberalen berücksichtigt werden.

Meinungsumfragen sind Momentaufnahmen. Wie sie knapp acht Wochen vor den Wahlen aussehen?

  • ÖVP 29%
  • SPÖ 25%
  • FPÖ 17-18%
  • Grüne 12-13%
  • Dinkhauser 4-5%
  • Liberale 3-4%
  • BZÖ 2-3%

Peter Ulram vom Fessel-Gfk-Institut auf die Frage, in welchen Gewässern Fritz Dinkhauser und Heide Schmidts Liberale angeln werden: "Nicht wenige Wähler, die der SPÖ und der ÖVP den Rücken kehren, wandern nicht zur FPÖ, sondern zu Fritz Dinkhauser ab", erklärt Ulram. "Er ist für sie eher eine Alternative als der FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache."

LIF schlägt bei Grünen und SPÖ zu
Und die Liberalen? "Sie holen sich die Stimmen vor allem von den Grünen, aber auch von der SPÖ - kaum von der ÖVP", analysiert Peter Ulram. Und das BZÖ? "Die Umfrage wurde zu einem Zeitpunkt durchgeführt, zu dem noch nicht bekannt war, dass Jörg Haider die BZÖ-Führung übernimmt", so der Meinungsforscher.

Bis zu den Nationalratswahlen fließt noch viel Wasser die Donau hinunter. Viele Wähler entscheiden sich erfahrungsgemäß erst in letzter Minute. Also werden die Parteien bis zur letzten Minute kämpfen. Es ist durchaus möglich, dass die nächste Regierung aus drei Parteien bestehen wird.

von Dieter Kindermann, Kronen Zeitung

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