In San Alto reicht dafür ein einziger Mann namens Zach Harper.
Zach, ein ehemaliger Rekrut, wird von seinem ehemaligen Vorgesetzten zu Hilfe gerufen. Er ist Polizist, Feuerwehrmann und Rettungsfahrer in einer Person. Hochgezüchtete Boliden mit mächtig viel PS unter der Haube sind da von Vorteil. Für jeden Einsatzzweck steht ihm einer dieser Hightech-Flitzer zur Verfügung.
Mit dem Polizeifahrzeug gilt es zuerst, Strassenrowdys zu verfolgen und dingfest zu machen. Da diese aber nicht so einfach mir nichts dir nichts stehenbleiben wollen, müssen ihre fahrbaren Untersätze fahruntüchtig gemacht werden. Zach rammte sie deshalb so oft, bis die gegnerische Kiste ihren Geist aufgibt. Mit zunehmender Fortdauer des Spiels muss beim Rammen eine bestimmte Reihenfolge eingehalten werden. Eine andere Aufgabe der Polizei besteht in der Räumung versperrter Strassen. Wer jetzt an Verkehr regeln denkt, liegt völlig daneben. In San Alto wird einfach der nächste polizeiliche Rammbock gestartet und damit die Hindernisse aus dem Weg geräumt.
Medizinische Notfälle müssen in möglichst kurzer Zeit erreicht und versorgt werden. Dazu nimmt Zach auch jeden noch so unmöglichen Weg in Kauf. Seine Wege führen ihn abenteuerlicherweise sogar durch diverse Gebäude. Sobald das Ziel erreicht wurde, gelangt das Opfer automatisch in das Rettungsfahrzeug. Damit die Aufgabe erfolgreich absolviert wird, muss lediglich wieder der Ausgangspunkt der Mission erreicht werden. Die Feuerwehreinsätze ähneln denen des Rettungseinsatzes sehr. Allerdings sind während der rasenden Fahrt immer wieder kleine Brandherde zu löschen.
Für absolvierte Missionen winken Heldenpunkte und neue, stärke Fahrzeuge. Die scheinbare Abwechslung ist in Wirklichkeit keine. Die Missionen ähnlich sich sehr stark und im Prinzip ist Emergency Heroes ein schlichter Arcade Racer mit mehr oder weniger schmuckem Beiwerk. Der Schwierigkeitsgrad richtet sich eindeutig an ein jüngeres Publikum. Selbst Gelegenheitsspieler werden sich aufgrund der geringen Herausforderung mangels Spannung anderen Spielen zuwenden.
Die grafische Aufmachung und die musikalische Untermalung sind dagegen recht ordentlich gelungen. Die Wii-typische Steuerung ist schnell erlernt und die Fahrzeuge lassen sich damit unkompliziert steuern. Wer möchte, kann sich mit einem menschlichen Gegner per Splitscreen zünftige Duelle liefern. Dieser Part bietet dann doch etwas mehr vom lange vermissten Spielspass. Dies liegt vor allem daran, dass der Widerpart aus Fleisch und Blut nicht so leicht zu besiegen ist wie die CPU gesteuerten Flitzer.
Fazit: Emergency Heroes ist ein netter, schlichter Arcade Racer in buntem Gewand, der jüngeren Spielern eindeutig mehr Spass machen wird als älteren Jahrgängen. Die mangelnde Abwechslung kann der brauchbare Splitscreen-Modus allerdings nicht wettmachen.
Plattform: Wii
Publisher: Ubisoft
krone.at: 5/10
Von Harald Kaplan
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