Großer Ausfall

Bauern klagen über ¿verwässerte¿ Ernte

Oberösterreich
29.07.2008 18:34
„Die Weizenernte hat voll begonnen - doch die Einbußen sind dramatisch“, berichtet Agrarlandesrat Josef Stockinger von einem Lokalaugenschein bei der Getreideübernahme beim Lagerhaus in Enns: Die lange Regenphase hat beim Weizen nun etwa 20 Prozent Ertragseinbußen verursacht.

„Ich bin auf sehr enttäuschte Bauern getroffen. Zu den Kostensteigerungen bei den Betriebsmitteln kommt nun eine geschädigte Ernte“, so Stockinger. Diese wurde sozusagen „verwässert“: Vor der Regenphase zeichneten sich eigentlich gute Erträge ab, doch dann blieb das Getreide 14 Tage lang erntereif auf den Feldern stehen - und die Bauern mussten tatenlos zusehen, wie es auswuchs.

„Auswuchs macht aus Brotgetreide Futtergetreide mit den entsprechenden Ertragseinbußen. Dagegen gibt es auch keine Versicherung - gegen Hagel schon, gegen Ernteschwankungen nicht“, bedauert der VP-Politiker: „Die Stimmung ist nun überall gedrückt. Den Bauern bleibt nur übrig, auf eine bessere Ernte im nächsten Jahr zu hoffen - und darauf, dass die Natur dann mitspielt.“

Einziger Trost bei all dem ist, dass die Direktzahlungen in der Agrarförderungen die Ernteschwankungen etwas ausgleichen.

 

Foto: Landwirtschaftskammer OÖ

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