"Gerechte Strafe"
Bush bestätigt Todesurteil gegen US-Soldat
Gray (links im Bild) war 1988 von einem Militärgericht in Fort Bragg in North Carolina wegen Vergewaltigung und Mordes an zwei Frauen verurteilt worden. Eine der ermordeten Frauen war eine Kameradin Grays, die andere eine Taxifahrerin. Das Militärgericht sprach den Gefreiten auch des Mordversuchs an einer weiteren Frau schuldig. Ein Zivilgericht verurteilte Gray zudem wegen zweier anderer Morde und weiterer Vergewaltigungen in der Zeit von 1986 bis 1987.
Zustimmung "ernste Entscheidung"
Das Weiße Haus bezeichnete die von US-Präsident Bush gegebene Zustimmung zur Todesstrafe als "ernste und schwierige Entscheidung". Die Fakten in diesem Fall würden aber keine Zweifel daran lassen, dass die Strafe gerecht und notwendig sei, sagte Bushs Sprecherin Dana Perino in einer Erklärung.
"Soldat Gray wurde wegen brutaler Verbrechen verurteilt, darunter Morde und Vergewaltigungen", fügte Perino hinzu. Da mit weiteren Berufungen in dem Verfahren zu rechnen sei, werde das Weiße Haus nicht weiter Stellung nehmen.
Unterschrift vom Oberbefehlshaber
Es ist das erste Mal seit über 50 Jahren, dass ein US-Staatschef eine Todesstrafe bestätigt hat. Als Oberster Befehlshaber der Streitkräfte musste Bush seine Unterschrift unter das Todesurteil setzen, da das Urteil von einem Militärgericht verhängt wurde.
Zuletzt hatte Präsident Dwight D. Eisenhower 1957 ein Todesurteil bestätigt, der Häftling wurde 1961 hingerichtet. John F. Kennedy hatte 1962 eine Todesstrafe in eine lebenslange Haftstrafe verwandelt.
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