"Ernstes Problem"
Mehr Sextourismus durch Billigfluglinien
Nach seinen Worten ist dies "ein ernstes Problem, das seit langem unter der Beobachtung Europols steht". Vor allem "Kontinente und Länder mit ärmlichen wirtschaftlichen Bedingungen, die einen Großteil der Bevölkerung betreffen, sind bevorzugte Ziele der Sextouristen", zitierte ihn die "Neue Osnabrücker Zeitung".
Zunehmend gehöre dazu auch Kambodscha, sagte der Europol-Chef. Ein aktueller Fall vor dem Landgericht Kiel belege dies. Dem aus Deutschland stammenden 49 Jahre alten Angeklagten wird dem Bericht zufolge sexueller Missbrauch von Kindern in Kambodscha vorgeworfen. Am Freitag solle voraussichtlich ein Urteil fallen.
Kinder werden Touristen angeboten
Im Hinblick auf Länder wie Kambodscha sagte Ratzel: "Dort bezahlen Sextouristen lokale Zuhälter, um so Zugang zu Minderjährigen zu erhalten, die sie sexuell missbrauchen können." In manchen Fällen seien Familien im Ort so arm, "dass sie die eigenen Kindern den Sextouristen als Missbrauchsopfer anbieten".
Es gebe "alle Arten des sexuellen Missbrauchs". Um die Kinder besser zu schützen, arbeitet Europol laut Ratzel nicht nur mit anderen Strafverfolgungsbehörden in den EU-Staaten sowie der US-amerikanischen Bundeskriminalpolizei FBI zusammen, sondern auch mit Nichtregierungsorganisationen an Ort und Stelle.
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