Tod vorgetäuscht
Ehefrau des Kanu-Manns wegen Betrugs verurteilt
Ausland
23.07.2008 22:56
Die Ehefrau des jahrelang totgeglaubten "Kanu-Manns" ist des Betrugs und der Geldwäsche für schuldig befunden worden. Die 56-Jährige hatte zwar beteuert, ihr Mann John Darwin (57) habe sie im Frühjahr 2002 gezwungen, bei der Vortäuschung seines Todes durch einen Kanu-Unfall auf der Nordsee behilflich zu sein. Die Geschworenen im Strafgericht des nordostenglischen Bezirkes Teesside schenkten Anne Darwin (im Bild) jedoch keinen Glauben. Sie muss für sechs Jahre und sechs Monate hinter Gitter. Ihr Gatte hat sechs Jahre und drei Monate ausgefasst.
Die Staatsanwaltschaft hatte dem Ehepaar in getrennten Verfahren vorgeworfen, sich die Lebensversicherung des Mannes ergaunert zu haben, um damit in Südamerika ein neues Leben anfangen zu können.
Söhne sagten gegen die Mutter aus
Zu den Betrogenen gehörten auch die beiden erwachsenen Söhne der Darwins. Sie sagten in dem Prozess gegen ihre Mutter aus, dass sie in dem Glauben gelassen wurden, ihr Vater sei tot.
John Darwin hatte sich im Dezember 2007 bei der Polizei gemeldet und zunächst versucht, mit der Erklärung durchzukommen, er habe das Gedächtnis verloren. Später bekannte er sich schuldig.
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