Die Preise für Milch, Backwaren und Co. sind in den vergangenen Monaten regelrecht explodiert. Beim Einkaufen werden Produkte zweimal in die Hand genommen, bevor der Konsument zur Kasse geht. "Es ist derzeit nicht einfach. Wir sind fünf Leute im Haushalt und zahlen im Monat 700 Euro nur für Lebensmittel. Ich achte immer mehr auf günstige Angebote", sagt Hausfrau Annemarie Bischof (62) aus Villach.
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Konsumenten sind preissensibel
Dass die Konsumenten immer preissensibler werden, bestätigt auch Manfred Schweighofer, Direktor von Spar Kärnten und Osttirol: "In Kärnten sind die Produktionskosten in manchen Bereichen höher als in anderen Bundesländern. Die Teuerung wirkt sich daher verschärft aus. Unsere Kunden kaufen bewusster ein - die Diskonter werden für den Lebensmittelhandel eine große Konkurrenz."
Situation für alle nicht einfach
Die Umsatzzahlen des riesigen Konzerns stimmen, die Situation sei aber auch für den Handel nicht einfach. Schweighofer: "Sowohl die Bauern als auch die Konsumenten kommen mit der Preissituation nicht zurecht. Wir in der Mitte werden geprügelt!"
Sparsame Autos sind "in"
Mitschuld an dem Dilemma haben die gestiegenen Mineralölpreise, die auch für viele Autolenker kaum mehr erschwinglich sind. "Die Leute ändern ihr Fahrverhalten und steigen auf sparsamere Autos um. Im Tankstellenshop wird weniger gekauft - viele Arbeitsplätze sind gefährdet", so Wirtschaftskammer-Fachgruppenobmann Horst Puff, der an seiner eigenen Tankstelle ein sattes Minus von 20 Prozent beklagt.
von Thomas Leitner, Bettina Kamper/"Kärntner Krone" und kaerntnerkrone.at
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