Boot gekentert

14 Todesopfer bei Flüchtlingsdrama vor Spanien

Ausland
07.07.2008 20:36
Bei einem Flüchtlingsdrama vor der Südküste Spaniens sind in der Nacht auf Montag vermutlich 14 Menschen ertrunken. Ihr Boot sei bei schwerer See rund 100 Kilometer vor der Ortschaft Motril im Mittelmeer gekentert, teilten die Behörden am Montag mit. Ein Rettungskreuzer konnte 23 der aus Nigeria stammenden Insassen bergen. Nach Aussage der Überlebenden waren aber insgesamt 37 Menschen an Bord des kleinen Gummibootes.

Laut Angaben der Behörden sind unter den 14 Vermissten auch ein Kind und vier Frauen. Es bestehe kaum Hoffnung, sie noch lebend zu finden, hieß es beim Seenot-Rettungsdienst. Ein Flugzeug und zwei Schiffe beteiligten sich an der Suche nach den Flüchtlingen.

Wie die Überlebenden berichteten, seien sie zwei Tage vorher in Marokko gestartet. Zum Zeitpunkt des Unglücks herrschten Sturm und bis zu vier Meter hohe Wellen. Die Geretteten kamen nach einer ärztlichen Untersuchung in ein Aufnahmelager.

Immer wieder versuchen Immigranten aus Afrika, mit kleinen Booten aufs spanische Festland oder die Kanarischen Inseln zu gelangen. Bei den gefährlichen Überfahrten kamen im vergangenen Jahr nach offiziellen Angaben rund 900 Menschen ums Leben. Hilfsorganisationen gehen jedoch von mindestens 3.500 Toten aus.

Symbolbild

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Ausland
07.07.2008 20:36
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung