Sauber(ere) Luft

Voest ¿staubt¿ 90 Prozent weniger

Oberösterreich
26.06.2008 23:00
Drei Jahre nach seinem „Anti-Feinstaub-Pakt“ mit Umwelt-Landesrat Rudi Anschober zieht voestalpine-Chef Wolfgang Eder eine Erfolgsbilanz: „Wir haben das Ziel sogar unterbieten können.“ 2007 wurden nur noch 500 Tonnen Staub und Feinstaub ausgestoßen. Vor der Umwelt-Sanierung waren es 5000 gewesen.

Die „90 Prozent weniger Staubbelastung“, auf die Eder stolz ist, sind im Vergleich mit den achtziger Jahren gerechnet, als massive Bürgerproteste - von der „OÖ-Krone“ unterstützt - Unternehmen und Politik zum Umdenken zwangen. Mit dem Ersatz alter „Dreckschleuder“-Anlagen begann ein Modernisierungsprogramm, das mit den Milliarden-Investitionen von „Linz 2010“ und „L 6“ noch immer am Laufen ist und die Voest auch wirtschaftlich an die Weltspitze brachte: „Wir sind in fast allen Bereichen Benchmark“, freut sich Eder.

Bei der Staubreduktion ist der Plafond erreicht: Laut der „Aquella“-Studie österreichischer Unis, die vom deutschen Fraunhofer-Institut bestätigt wird, ist die Voest nur noch für sieben Prozent der Feinstaub-Belastung in Linz verantwortlich. „Weitere Reduktionen würden nicht mehr viel bringen“, so Umwelt-Landesrat Rudi Anschober: „Die Industrie hat ihre Hausaufgaben gemacht, jetzt sind vor allem die Verkehrspolitiker am Zug.“

Die Voest kümmert sich um die weitere Reduktion von Schwefel- und Stickoxiden. Im Rahmen von „L 6“ laufen 50 „umweltrelevante Programme“, erklärt Eder.

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