„Er ist Opfer und Täter zugleich“, sagte Richter Oliver Kriz zu jenem Mann, der wegen fahrlässiger Tötung seiner Ehefrau unter besonders gefährlichen Verhältnissen am Montag vor Gericht stand. Unweit vom ihrem Wohnhaus entfernt hatte das St. Veiter Ehepaar in der Nacht auf den 25. Oktober 2007 ausgiebig den Geburtstag der Frau gefeiert. Der Ehemann fuhr als erster nach Hause, seine Frau wollte ihm zu Fuß folgen. Beide waren stark alkoholisiert.
Als die Ehefrau längere Zeit nicht auftauchte, machte sich der Mann auf die Suche nach ihr. Es war eine verregnete Nacht und die Sichtbedingungen waren schlecht. Der Mann dürfte sich bei seiner Suche zu sehr auf den Straßenrand konzentriert haben. Dabei übersah er seine am Straßenrand liegende Frau und überrollte sie im Brustbereich. Die Frau wurde so schwer verletzt, dass sie noch auf dem Weg in das Krankenhaus verstarb.
Der Beschuldigte verfolgte den Prozess völlig geistesabwesend, viel mehr als "ich bin geständig" war von ihm nicht zu hören. Das Urteil nahm er an.
Symbolbild









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