Knochentrockener Tex-Mex Rock ist seit Jahrzehnten ZZ Tops Markenzeichen. Und daran hat sich glücklicherweise auch am neuen Album "Mescalero" nichts geändert.
Klar, Billy Gibbons und Dusty Hill werden auchauf ihre alten Tage das Musikbiz nicht revolutionieren, aber immerhinkönnen sie sich auf ihre Fahnen heften, dass sie mit ihrenlangen Rauschebärten ein Trademark geschaffen haben...
Zur Musik auf "Mescalero": Es ist eigentlich egal,ob die Songs auf diesem Album sind, oder auf den Vorgängern"XXX", "Rhythmeen" oder "Antenna". Wo ZZ Top drauf steht, istauch ZZ Top drin. Das klingt zwar immer irgendwie gleich, aberimmer auch irgendwie mitreißend und ein ganz klein wenigFernweh nach einem USA-Urlaub schwingt beim Zuhörer auchmit.
"Mescalero" selbst ist natürlich wieder staubtrocken- da hilft auch kein nachgeschütteter Tequila was (egal obmit Zitrone oder Orange). Die Gitarren verlaufen sich immer wiederin kleinen Boogie-Riffs, die Vocals kommen daher wie nach einerdurchzechten Nacht und die Lyrics handeln noch immer hauptsächlichvon Frauen, Autos und Alkohol - oder von allem auf einmal.
Was anderes soll und darf man sich von einem ZZTop aber auch gar nicht erwarten. Und in der Disziplin Tex-Mex-Rockabzuliefern sind die Rauschebärtemänner noch immer dieungeschlagenen Heroes. Daran wird auch "Mescalero" nichts ändern.Kleiner Tipp: Rein mit der Scheibe ins Autoradio und volle Lautstärkeaufdrehen - dann cruist es sich gleich doppelt so geschmeidig.
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