Offiziell wollen sie nur eine "Auszeit", doch alle befürchten: Es wird das endgültige Aus! «Ja, es ist vorbei, wir hören auf!», sagten die vier Bandmitglieder dann doch recht überraschend. Der Grund: keine Kraft und Energie mehr. Alle seien nach einem Popstar-Leben gesundheitlich angeschlagen. Zum Abschied gibt es aber das wahrscheinlich beste No Angels Album zum Abschied.
"Pur" nennt sich das gute Stück und enthältwirklich großartige Popsongs wie "No Angel (It's all inyour mind), "Someday" oder die neue Single "Feel good lies". Eineechte Schande, dass die nunmehr vier Nicht-Engel mit diesem Albumihren Abschied als Gruppe machen. Die "No Angels" haben es tatsächlichgeschafft, sich nicht nur als Ur-Mütter aller gecastetenPopstars zu etablieren, sie konnten sich auch von Album zu Albumsteigern. "Pure" enthält genau das was es verspricht - purenNo Angels Sound, mit zunehmend mehr Einfluss der Sängerinnenauf ihre Songs...
Der Split Sandy (22), Vanessa (23), Lucy (27) und Nadja (21)waren vor drei Jahren bei der ersten «Popstars»-Staffelgecastet worden. Wie kaum eine andere Girlgroup in Europa stürmtensie die Charts: Mit Songs wie «Daylight in Your Eyes»und «When Angels Sing» landeten sie Nummer-eins Hitsin Folge. Insgesamt verkauften sie fünf Millionen Platten.Bei ausverkauften Tourneen wurden die «Engel» vonihren Fans frenetisch gefeiert. Nur die britische Girlgroup SpiceGirls hatte in den 90er Jahren ähnlich durchschlagenden Erfolg.
Am Freitag standen sie bei der Aufzeichnung von"The Dome" in Stuttgart noch gemeinsam auf der Bühne. Zuder Frage, ob die Fans etwas von den Trennungsplänen geahnthätten, sagte Lucy: "Ich habe mich wie eine kleine Betrügeringefühlt. Aber wir werden uns noch bei einem Extra- Konzertvon unseren Fans verabschieden."
Konzertveranstalter will klagen Kaum war der erste Schock über die Trennungverflogen haben in Deutschland bereits die ersten Geschäftsleuteihre Ansprüche angemeldet. So will eine Konzertagentur dieNo Angels verklagen, sollten die ihren Vertrag über 22 vereinbarteKonzerte nicht einhalten. Lapidarer Kommentar von No-Angels-SprecherPeter Lanz: "Sie können niemanden mit vorgehaltener Pistoleauf die Bühne zwingen."
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