Störend oder nicht?

Österreicher von Handys nur bedingt gestört

Elektronik
05.06.2008 14:42
Ziemt es sich, in der Öffentlichkeit mit dem Handy zu telefonieren oder nicht? Dieser Frage hat auch das Linzer Meinungsforschungsinstitut Spectra auf den Grund gehen wollen. Über 1.000 Menschen im Alter ab 15 Jahren wurden daher befragt. Das Ergebnis: Befürworter und Gegner einer Handynutzung im öffentlichen Raum halten sich in etwa die Waage. Allerdings gibt es Situationen, in denen das Läuten eines Handys ganz klar unerwünscht ist.

Zwei von fünf Österreichern (43 Prozent) fühlen sich durch einige rücksichtslose Handynutzer zumindest manchmal gestört. Fast genauso viele (42 Prozent) gestehen ihren Mitmenschen hingegen absolute Handlungsfreiheit zu. Die restlichen 15 Prozent orten eine allgemeine Rücksichtslosigkeit, die als sehr störend empfunden wird, so das Ergebnis der im Mai an 1.027 Österreichern durchgeführten Spectra-Befragung.

Mehr als ein Drittel (35 Prozent) nutzt das Handy auf jeden Fall, ohne auf die Umgebung zu achten. Das uneingeschränkte Telefonieren hängt dabei sehr stark mit dem Alter zusammen: Die Mehrheit der Bevölkerung unter 30 Jahren (53 Prozent) kümmert sich nicht um die Umgebung, während der Anteil in der Generation 50 plus nicht einmal ein Fünftel (19 Prozent) ausmacht. In dieser Gruppe finden sich mit 30 Prozent auch die meisten Handyverweigerer im öffentlichen Raum.

Ein Verbot unterstützen die Österreicher vor allem für Theater und Oper (72 Prozent), gefolgt von Wartezimmern von Ärzten und Ämtern (63 Prozent), Bibliotheken (58 Prozent) sowie Museen und Schulen (jeweils 54 Prozent). Öffentliche Nahverkehrsmittel wie U-Bahn, Straßenbahn und Bus (27 Prozent) sowie Züge (20 Prozent) stellen aus der Sicht der Bevölkerung nur ein Randthema dar.

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