Ballon fliegt davon
Rekord-Fallschirmsprung aus 40 km Höhe geplatzt
Der 64-jährige Fournier hat den spektakulären Sprung zu seiner Lebensaufgabe gemacht und bereits 12,7 Millionen Euro in das Unternehmen gesteckt, bei dem er mit einem Spezialballon in die Stratosphäre aufsteigen und sich dann in die Tiefe stürzen will. Eine Viertelstunde wird er unterwegs sein, mit 1.500 Kilometern pro Stunde die 1,7-fache Schallgeschwindigkeit erreichen und den freien Fall erst 6.000 Meter über der Erde abbremsen, wenn er die Reißleine für seinen Fallschirm zieht. Der bisherige Rekord steht bereits seit 1960: Damals sprang der Amerikaner Joe Kittinger aus 31.000 Metern in die Tiefe.
Am Montag war der riskante Sprung in letzter Minute verschoben worden. Nach Angaben der Zeitung "Vancouver Sun" drohten aufziehende Wolken die Videoaufnahmen zu behindern. Die "Montreal Gazette" berichtete, es habe Probleme mit dem Sauerstoff-Generator gegeben. Es sei eine gute Generalprobe gewesen, sagte Fourniers Sprecherin Francine Gittins laut "Vancouver Sun". Außer dem Wetter sei alles gelaufen wie geplant.
Fournier will mit der Aktion insgesamt vier Weltrekorde brechen: Es wäre die bisher höchste Ballonfahrt sowie der längste, schnellste und weiteste Fallschirmsprung. Die französischen Behörden hatten das Projekt wegen der Risiken nicht genehmigt, der Ex-Offizier wich deshalb nach Kanada aus. Er hatte 2002 und 2003 schon zweimal vergeblich zu dem "Super Jump" angesetzt. Eigenen Angaben zufolge will der Draufgänger mit der Aktion Erkenntnisse für die Raumfahrt gewinnen.
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