Korruptionsaffäre
Talansky räumt Bargeld-Spenden an Olmert ein
Talansky (rechts im Bild) sagte, er habe Olmert bei verschiedenen Treffen in New York oder Israel zwischen 5.000 und 15.000 Dollar in bar zugesteckt. "Ich habe ihn gefragt, warum ich nicht einfach einen Scheck ausstellen kann, aber er sagte, es gehe darum, über welche Kanäle das Geld fließe." Er habe Olmert als Brückenbauer zwischen religiösen und säkularen Juden bewundert und ihn deshalb auch in parteiinternen Wahlkämpfen finanziell unterstützt.
Obwohl gegen Olmert noch keine Anklageschrift eingereicht wurde, musste sich der Geschäftsmann einem Kreuzverhör vor Gericht stellen. Die Staatsanwaltschaft hatte darauf bestanden, weil sie fürchtet, dass der US-Bürger Talansky im Falle eines künftigen Prozesses nicht mehr nach Israel zurückkommen könnte.
Der Ausgang des Verfahrens ist dem israelischen Staatsanwalt Moshe Lador zufolge noch völlig unklar. Es sei durchaus möglich, dass die Akte wieder geschlossen und keine Anklageschrift eingereicht werde. Olmert hat sämtliche Vorwürfe bislang zurückgewiesen. Er habe das Geld verwendet, um rückwirkend Schulden von vier verschiedenen Wahlkämpfen zu finanzieren.
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