Feuer in Berlin

Brand in Berliner Philharmonie gelöscht

Ausland
22.05.2008 00:23
Der Brand in der Berliner Philharmonie ist gelöscht. Es bleibe aber weiterhin eine Brandwache in dem Gebäude, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Die Einsatzkräfte befürchten, dass Glutnester in der unübersichtlichen Dachkonstruktion wieder aufflammen könnten. Vorläufig wird es keine Konzerte geben.

Der Brandschaden in der Berliner Philharmonie ist offenbar geringer als zunächst befürchtet. Der große Saal scheine nicht in Mitleidenschaft gezogen worden zu sein, sagte der Berliner Kulturstaatssekretär André Schmitz am Mittwoch im rbb-Inforadio. In diesem Raum gebe es offenbar nur geringe Wasserschäden. 

"Wir werden alles tun, um das Angebot auf jeden Fall aufrecht zu erhalten", sagte Schmitz in Bezug auf abzusagende bzw. zu verlegende Konzerte. Der Betrieb im benachbarten Kammermusiksaal sei nicht betroffen, wie die Philharmoniker auf ihrer Website erklärten. Das Ausmaß des Schadens ist noch nicht abzuschätzen.

Schweißarbeiten wohl Brandursache
Die Ursache für den Brand waren wahrscheinlich Schweißarbeiten auf dem Dach des Gebäudes. Das erklärte Landesbranddirektor Karsten Göwecke auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz vor Ort. Entwarnung gab der Branddirektor für wertvolle Großinstrumente, die nicht rechtzeitig aus dem Gebäude gebracht werden konnten. Gelöscht werde mit Schaum, um hohen Wasserschaden zu vermeiden. Das weltberühmte Gebäude, Heimstätte der Berliner Philharmoniker, wurde 1960 bis 1963 nach einem Entwurf von Hans Scharoun gebaut. Es ist eines der Wahrzeichen der Hauptstadt und gilt mit seiner hervorragenden Akustik als Vorbild für Konzertsäle auf der ganzen Welt.

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