Schritt für Schritt
Pakistan und Indien: “Friedensprozess fortsetzen”
Das nunmehr demokratische Umfeld im Nachbarland werde den beiden Atommächten dabei helfen, "Frieden, Stabilität und wirtschaftliche Entwicklung zu erreichen", sagte der indische Außenminister Pranab Mukherjee (im Bild links mit Pakistans Ex-Premier Nawaz Sharif). Alle Entscheidungen könnten aber dadurch erschwert werden, dass die erst seit Februar amtierende pakistanische Regierung sehr brüchig scheint. Ein Streit um die Wiedereinsetzung entlassener Richter konnte bisher nicht beigelegt werden.
Zunächst kamen am Dienstag die ranghohen Vertreter der Außenministerien beider Länder zusammen, um die Ergebnisse der letzten vier Gesprächsrunden seit 2004 zu begutachten. Die Außenminister sollen dann am Mittwoch zusammentreffen. In einer Geste des guten Willens entließ Pakistan 99 indische Häftlinge aus der Haft. Dabei handelte es sich vor allem um Fischer, die sich den pakistanischen Gewässern zu sehr genähert hatten.
Bombenanschläge überschatten Friedensgespräche
Belastet wurden die Gespräche allerdings von den Bombenanschlägen in der indischen Stadt Jaipur in der vergangenen Woche sowie von dem anhaltenden Konflikt um die Region Kaschmir. Indien hat Pakistan immer wieder beschuldigt, islamistische Extremisten zu unterstützen, die von pakistanischem Gebiet aus Anschläge verüben.
Pakistan verfügt ebenso wie sein Nachbarland Indien über Atomwaffen. Beide Staaten haben seit 1947 drei Kriege gegeneinander geführt, 2004 aber einen Friedensprozess begonnen. Dennoch führen sie regelmäßig Raketentests durch, über die sie sich aber jeweils im Vorfeld informieren.
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