Kinder in Gefahr
Hand-Fuß-Mund-Krankheit verbreitet sich in China
In China haben sich seit Jahresbeginn etwa 27.500 Menschen infiziert, vor allem Kinder unter sechs Jahren. Die normalerweise harmlos verlaufende Krankheit ist nach den Bläschen-Ausschlägen an Händen, Füßen und im Mund benannt.
In Peking sei ein 13-jähriger Bub am Sonntag auf dem Weg ins Krankenhaus gestorben. Er sei mit dem Enterovirus 71 (EV 71) infiziert gewesen, das die Hand-Fuß-Mund-Krankheit auslösen kann und für die meisten der jüngsten Todesfälle in China verantwortlich gemacht wird. Ein aus der Nachbarprovinz Hebei stammendes Kind sei ebenfalls in der Hauptstadt gestorben, wo es in einem Krankenhaus behandelt werden sollte. In beiden Fällen seien die Opfer von ihren Eltern zu spät ins Krankenhaus gebracht worden, erklärte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums.
23 Kinder in einer Provinz gestorben
In Peking sind bisher mehr als 3.600 Ansteckungen registriert worden. Der verheerendste Ausbruch der Krankheit in der Stadt Fuyang der Provinz Anhui ist mittlerweile unter Kontrolle, wie Xinhua zuvor berichtet hatte. Allein in Fuyang waren 23 Kinder gestorben, die meisten im Alter unter zwei Jahren. EV 71 kann vor allem bei kleineren Kindern in seltenen Fällen Komplikationen wie Hirn-, Herzmuskel- und Lungenentzündung auslösen, die tödlich verlaufen können. Die Krankheit grassiert auch in Vietnam und Singapur.
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