Lass es krachen!

Erster Blick auf Steven Spielbergs “Boom Blox”

Spiele
09.05.2008 07:30
Mit "Boom Blox" steht ab sofort ein Game für die Wii in den Läden, das von Regisseur Steven Spielberg mitentwickelt wurde. krone.at war bei der ersten Präsentation und hat sich dabei vom knallig-bunten Spielspaß voller Zielen, Werfen und Ballern mit schrägen Charakteren anstecken lassen.

Was genau Steven Spielberg zum Spielprinzip beigetragen hat, war zumindest bei der Präsentation von "Boom Blox" nicht ersichtlich. Fakt ist dennoch, dass der Hollywood-Regisseur an der Entwicklung beteiligt war. "Ich bin selbst Spieler, und ich wollte unbedingt ein Videospiel erschaffen, das ich gemeinsam mit meinen Kindern spielen kann", so Spielberg laut Presseerklärung. Was das genau heißt, ist nicht bekannt - die Nachfrage beim Regisseur war ob seiner Abwesenheit bei der Games-Präsentation in Wien leider unmöglich.

"Boom Blox" ist im Grunde ein buntes Sammelsurium von Minispielen - ein Konzept, das auf der Wii siehe "Rayman Raving Rabbids" dank schräger Charaktere bisher erfolgreich unter die Spieler gebracht wurde. Neben der knallbunten Optik erinnert übrigens auch die Geräuschkulisse des Games von Electronic Arts stark an das Ubisoft-Spiel. "Boom Blox" wartet laut EA mit über 300 Levels auf, der Gamer wird unter anderem in Western- ebenso wie Mittelalter-Umgebungen erwartet, muss sich mit Hühnern, Affen und anderen witzigen Gesellen herumschlagen.

Das Spiel bietet sowohl Einzel- als auch Mehrspielermodus für bis zu vier Gamer. Dabei kann man wahlweise gemeinsam oder gegeneinander antreten. Während der Multiplayer-Part vor allem auf Action und Zeitdruck setzt, geht es im Singleplayer-Teil eher gemütlich zu.

Die titelgebenden Blox sind bunte Quader, die der Gamer von Holzklötzen oder steinernen Anhöhen schießen muss. Je nach Spiel setzt er dazu Wurfgeschosse oder weitere Blöcke ein. Das geht ganz einfach: Zielen, ausholen, werfen, hoffentlich treffen und dabei möglichst viele bunte Blöcke auf einmal zu Boden werfen. Was im ersten Augenblick nicht überragend spannend klingt, entwickelt dank unterschiedlicher Missionen tatsächlich einen unwiderstehlichen Sog und macht richtig Spaß. Dumpfes Drauflosballern hat übrigens im Singleplayer-Modus keinen Sinn, denn jeder Schuss kostet Punkte.

Hilfreich sind zum Beispiel Blöcke, die verschwinden sobald sie getroffen sind - ganze Türme bringt man so zum Einsturz. Sind dann noch Bomben im Spiel oder fallen grüne, wabbernde Sprengstoffquader aufeinander, ist das Spektakel perfekt: Explosionen, umherspringende Blöcke und aufgeregte Figürchen am Spielrand bringen richtig Leben ins Game. Weniger spektakulär dafür umso konzentrierter geht es zur Sache, wenn der Spieler Geschicklichkeitsaufgaben erledigen muss - etwa bestimmte Blöcke aus einem Stapel ziehen wie beim berühmten Jenga.

Je nach Erfolg werden weitere Minispiele, Requisiten oder Charaktere freigeschalten, sowohl für einzelne als auch mehrere Gamer. Die Items können anschließend verwendet werden, um im integrierten Leveleditor Minispiele zu verändern und zu erweitern oder gleich selbst eines zu erstellen. Die eigenen Levels können via "WiiConnect24" anschließend auch an Freunde weitergegeben werden.

Der Multiplayer-Part verspricht die größte Motivation - egal ob gegen- oder miteinander, die actiongeladenen Minispiele bringen Abwechslung, aber auch Hektik. Hier müssen die Gamer zum Beispiel in kurzer Zeit so viele Blöcke wie möglich abschießen - die immer kleiner und damit schwerer zu treffen werden, während sich hinterhältigerweise immer wieder Blox darunter mischen, die beim Abschuss Punkte kosten. An einem Level voller winziger Blöcke, die ob ihrer geringen Größe und rasanten Geschwindigkeit kaum zu treffen waren, sind bei der Präsentation selbst lang gediente Gamesredakteure gescheitert.

Fazit: "Boom Blox" ist gewaltfreier, knallbunter Minispiel-Spaß für Groß und Klein. Witzige Figürchen wuseln über den Bildschirm, es knallt und prasselt an allen Ecken und Enden, ein wenig strategische Planung und viel Action versprechen sowohl im Einzel- als auch Mehrspielermodus Abwechslung. Ob Steven Spielbergs Einfluss, der beim ersten Antesten nicht erkennbar war, wider Erwarten doch noch zum Vorschein kommt, liest du in Kürze im ausführlichen Test auf krone.at.

Von Bernadette Geißler

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