Bestätigt

EU-Förderung für AKW-Lobby lässt sich kündigen

Oberösterreich
04.05.2008 20:26
Einem Ausstieg aus dem „Euratom“-Vertrag, durch den Österreich die europäische AKW-Lobby mit jährlich 40 Millionen Euro fördern muss, steht nichts im Wege: Das hat Völkerrechts-Professor Michael Geistlinger den oberösterreichischen „Euratom“-Gegnern bestätigt, die eine Ausstiegs-Volksabstimmung fordern.

Initiiert von „atomstopp oö“ (siehe Interview), verlangen 17 Initiativen, wie „Greenpeace“ und „Global 2000“, den „Euratom“-Ausstieg, für den Landesrat Rudi Anschober auch die Länderpolitiker gewinnen will. Oberösterreich, die Steiermark, Vorarlberg und Salzburg haben bereits derartige Landtagsbeschlüsse.

Einwänden, dass „Euratom“ für alle EU-Mitglieder bindend sei, widerspricht der Salzburger Uni-Professor Michael Geistlinger: „Es ist ein unabhängiger Vertrag, der jederzeit gekündigt werden kann.“

Von Temelín-Kampf zum EU-weiten Atomausstieg
Gegen Temelín zu sein, ist allein zu wenig, meint „atomstopp“-Aktivist Roland Egger und will die Anti-AKW-Gruppen gegen „Euratom“ vereinen.
Ist der EU-Atomvertrag für Bürgerinitiativen nicht ein zu fernes Thema?
Bürger-Engagement beginnt mit lokaler Betroffenheit, endet dort aber nicht. Das AKW-Problem muss großräumig gelöst werden.
Europaweiter Ausstieg?
Das ist unser Ziel. Der Ausstieg aus „Euratom“ ist ein wichtiger Schritt dazu: Das AKW-freie Österreich soll nicht mitzahlen müssen, damit anderswo AKW gebaut werden.

Foto: Rubra

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Oberösterreich
04.05.2008 20:26
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung