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29.05.2017 - 03:06
Donald Trump zu Gast bei Barack Obama im Weißen Haus
Foto: AP, AFP/JIM WATSON / Video: AFP

Trump- Besuch bei Obama: Handshake im Oval Office!

10.11.2016, 20:25

Historischer Handshake im Oval Office: Einen Tag nach dem überraschenden Erfolg von Donald Trump bei der US- Präsidentschaftswahl hat der scheidende demokratische Amtsinhaber Barack Obama seinen republikanischen Nachfolger zu einem ersten Besuch im Weißen Haus empfangen. Im Wahlkampf hatten beide kein gutes Haar aneinander gelassen - am Donnerstagabend aber wurde mit höflichen und respektvollen Tönen Einigkeit demonstriert. Das Weiße Haus bezeichnete das Treffen anschließend als "ein bisschen weniger merkwürdig als erwartet".

Obama und Trump gaben sich im Oval Office entspannt und im Umgang freundlich miteinander. Sie versicherten, alles für eine friedliche Übergabe der Macht in den USA zu tun. "Meine Priorität in den nächsten zwei Monaten ist es, dafür zu sorgen, dass der gewählte Präsident erfolgreich sein wird", sagte Obama bei der gemeinsamen Pressekonferenz. Zu Trump gewandt meinte er: "Wenn Sie erfolgreich sind, ist das Land erfolgreich."

Donald Trump zu Gast bei Barack Obama im Weißen Haus
Foto: AP, AFP/JIM WATSON
Foto: AP

Obama will "reibungslose Übergabe"

Obama erklärte, bei dem Treffen sei es um erste Absprachen über eine "reibungslose Übergabe" der Regierungsgeschäfte gegangen. Der Demokrat verwies darauf, dass er und sein republikanischer Vorgänger George W. Bush vor acht Jahren erhebliche Differenzen gehabt hätten. Trotzdem hätten Bush und sein Team professionell und freundlich dafür gesorgt, dass es einen Übergang ohne Probleme gegeben habe - ganz im Interesse der USA. Er habe seine Mitarbeiter nun angewiesen, diesem Beispiel zu folgen.

Foto: APA/AFP/Jim Watson
Foto: APA/AFP/Getty Images/Win McNamee
Foto: AP

Trump: "Es war mir eine große Ehre"

Trump sagte: "Es war mir eine große Ehre. Wir haben uns vorher ja noch nie getroffen." Das Gespräch habe zehn bis 15 Minuten dauern sollen - es seien aber eineinhalb Stunden geworden und es hätte für seinen Geschmack noch länger dauern können. "Wir haben wirklich über eine Menge Situationen gesprochen, manche wundervoll, manche schwierig. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit, das schließt auch seinen Rat ein", meinte Trump an Obamas Adresse. Fragen wurden bei der Pressekonferenz nicht beantwortet, auch über Details wurde nichts bekannt.

Die dreiminütige Pressekonferenz im Video:

Neo- Präsident erhält bereits Briefings

Während First Lady Michelle Obama der künftigen Präsidentengattin Melania Trump beim Besuch im Weißen Haus die Privaträume zeigte, konnte Donald Trump quasi im Oval Office "probesitzen". Als sogenannter President- elect ist er vom ersten Tag an dem amtierenden Präsidenten in vielem nahezu gleichgestellt. So erhält er zum Beispiel bereits jetzt jeden Tag exakt dieselben Briefings durch die US- Geheimdienste wie Obama.

Treffen "weniger merkwürdig als erwartet"

Nach dem Gespräch teilte das Weiße Haus mit, das Treffen von Obama und Trump sei "ein bisschen weniger merkwürdig als erwartet" verlaufen. Die beiden Männer hätten ihre politischen Differenzen nicht überwunden, seien sich aber über die "Notwendigkeit eines glatten Machtwechsels" einig gewesen, erklärte Obamas Pressesprecher Josh Earnest und sprach von einem ersten wichtigen Schritt.

Foto: APA/AFP/Jim Watson
Foto: APA/AFP/JIM WATSON
Handshake zwischen Trump und Obama
Foto: APA/AFP/Jim Watson

Im Wahlkampf heftige Kritik an Obama

Im Wahlkampf hatte Trump nicht mit heftiger Kritik an Obama gespart. So zweifelte er etwa dessen US- Staatsbürgerschaft an und versprach, wichtige unter dem Demokraten beschlossene Gesetze zurückzunehmen, darunter dessen wichtigstes innenpolitisches Projekt, die Gesundheitsreform. Nach seinem Wahlerfolg gab sich Trump dann aber zahmer. In seiner Siegesrede erklärte er: "Jetzt ist die Zeit gekommen, die Wunden der Spaltung zu heilen und als vereintes Volk zusammenzukommen."

Donald Trump bei seiner Siegesrede
Foto: Ruptly.TV

Obama, der stets vor dem Milliardär gewarnt und ihm die Eignung für das Amt des Staatsoberhauptes abgesprochen hatte, blies in das gleiche Horn. Es sei zwar kein Geheimnis, dass Trump und er "einige signifikante Unterschiede" hätten, aber: "Wir sind nicht zuerst Demokraten oder Republikaner, wir sind zuerst Amerikaner."


10.11.2016, 20:25
red/AG
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