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22.07.2017 - 10:43
Foto: APA/dpa/Bodo Marks (Symbolbild)

Berlin: Im letzten Moment Terroranschlag vereitelt

09.04.2017, 16:55

In Deutschland ist offenbar im letzten Moment ein Terroranschlag verhindert worden. Der mutmaßliche Attentäter, ein 25- jähriger Marokkaner, wurde nur wenige Stunden vor der geplanten Tat verhaftet - in einem Flüchtlingsheim in Sachsen.

In der Nacht auf Samstag nahmen Spezialkräfte den Mann im Rahmen eines Antiterroreinsatzes in einer Flüchtlingsunterkunft in Borsdorf im Kreis Leipzig fest. Laut der "Leipziger Volkszeitung" hätte der Anschlag an diesem Samstag in Berlin stattfinden sollen.

Das sächsische Landeskriminalamt hatte demnach bereits am Freitagabend "Hinweise auf eine mögliche geplante Straftat und deren Ausführenden" erhalten. Noch in der Nacht sei eine Sondereinheit gebildet worden, in den frühen Morgenstunden des Samstags wurde der Verdächtige festgenommen. Laut Augenzeugen rückte die Polizei gegen drei Uhr früh mit einem Großaufgebot vor der Containerunterkunft in der 8000- Seelen- Gemeinde an.

Foto: AFP

Anfang Februar mit Bombe an Schule gedroht

Laut der Zeitung handelt es sich bei dem 25- jährigen Marokkaner um denselben Mann, der Anfang Februar mit einer Bombendrohung einen Großeinsatz ausgelöst hatte. Damals habe er vor dem Bildungs- und Technologiezentrum in Borsdorf zwei Schüler davor gewarnt, in das Gebäude zu gehen, weil sich in seinem Rucksack eine Bombe befinde. Die Schüler schlugen sofort Alarm, das Gelände wurde geräumt.

Der Mann wurde damals als südländisch, etwa 1,80 Meter groß und zwischen 30 und 35 Jahre alt beschrieben. Er habe dunkle Haare und einen dunklen Bart getragen. Der Verdächtige konnte damals nicht ausgeforscht werden, auch Sprengstoff wurde keiner sichergestellt.

"Gibt bei Ausländern und bei Deutschen Kriminelle"

In der Flüchtlingsunterkunft können bis zu 120 Asylwerber untergebracht werden, sie ist derzeit aber nicht voll belegt. Für den Bürgermeister von Borsdorf ändert die Festnahme nichts an der derzeitigen Situation. "Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun", so Ludwig Martin zur "Leipziger Volkszeitung". "Es gibt bei den Ausländern und bei den Deutschen Kriminelle."

Chefin vom Dienst
Heike Reinthaller-Rindler
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