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"Er wirkt verwirrt"

16.11.2009, 16:38
Frankreich: Zwölf-Millionen-Räuber stellt sich
Frankreich: Zwölf-Millionen-Räuber stellt sich
Der französische Millionendieb Toni Musulin hat sich gestellt. Er ergab sich zehn Tage nach seiner spektakulären Tat in Monaco, wie die Polizei am Montag mitteilte. "Wir wissen nicht, was ihn zur Aufgabe getrieben hat", so ein Behördensprecher. Der ehemalige Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma habe "ziemlich seltsam" gewirkt und werde derzeit befragt - "wir wissen nicht einmal, ob ihm klar ist, dass er in Monaco ist", sagten die Ermittler.

Tony Musulin war Anfang des Monats während der Arbeit im südfranzösischen Lyon mit einem Geldtransporter getürmt, während seine beiden Kollegen Papierkram in ihrer Firma erledigten. Er machte sich mit 11,6 Millionen Euro davon und ließ den leeren Transporter in einem Vorort stehen. Zwei Tage später fand die Polizei den Großteil der Beute in einer Garage in Lyon - von Musulin und 2,6 Millionen Euro fehlte aber nach wie vor jede Spur.

Fanklubs im Internet
Während die internationale Polizeibehörde Interpol in ganz Europa mit Hochdruck nach dem 39-Jährigen fahndete, wurde er im Internet zum Idol. Ein spontan gegründeter Fanklub feierte ihn für seine gewaltlose Tat. "Tony Musulin, willst du unser Freund sein?", hieß es unter anderem im Netzwerk Facebook.

Die Polizei hatte Musulin im früheren Jugoslawien vermutet, da er serbokroatischer Herkunft ist. Der Mann hatte seit zehn Jahren für die Sicherheitsfirma gearbeitet, ohne jemals aufgefallen zu sein. Vor der Tat hatte er seine Konten leergeräumt und seine Wohnung nahezu leer zurückgelassen.

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