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11.12.2016 - 08:13
Foto: Nokia, thinkstockphotos.de, krone.at-Grafik

Gigant für Anfänger: Nokia Lumia 1320 im Test

15.03.2014, 09:00
Nach dem potenten Riesen-Lumia 1520 hat Nokia mit dem günstigeren Lumia 1320 sein zweites Windows-Phone im Riesenformat auf den Markt gebracht. Mit sechs Zoll Bildschirmdiagonale gehört es ebenso wie der große Bruder zu den größten Smartphones am Markt und konkurriert mit Handy-Kolossen wie Samsungs Galaxy Mega und Sonys Xperia Z Ultra. Wie sich das mit rund 310 Euro relativ günstige Handy in der Praxis schlägt, erfahren Sie in unserem Test.

Angesichts des vergleichsweise fairen Preises des Smartphone- Giganten ist es nicht besonders erstaunlich, dass Nokia bei der verbauten Hardware auf Mittelklassekomponenten setzt. Wo der große Bruder auf einen pfeilschnellen Snapdragon- 800- Vierkerner setzt, kommt im Lumia 1320 ein 1,7 Gigahertz schneller Snapdragon- S4- Zweikernprozessor zum Einsatz. Der Arbeitsspeicher ist ein Gigabyte groß.

Das klingt auf den ersten Blick zwar nicht nach einem Kraftpaket, durch den geringen Ressourcenhunger von Windows Phone 8 ließ sich das Gerät im Test aber stets flüssig bedienen. Apps starteten ausreichend schnell, für die allermeisten Alltagsaufgaben ist die verfügbare Rechenleistung absolut ausreichend. Einzig bei fordernden Spielen dürfte man sich nach einiger Zeit nach etwas mehr Power sehnen.

720p- Display reicht für den Alltag

Der mit einer Diagonale von sechs Zoll sehr groß geratene Bildschirm löst mit 1.280 mal 720 Pixeln auf. Bedenkt man, dass kleinere Geräte oft mit Full- HD- Displays aufwarten, ist das nicht besonders viel. In der Praxis hat uns das kratzfeste, aber bei Sonnenlicht spiegelnde Display des Windows- Riesen dennoch positiv überrascht.

Es ist für den Alltagsgebrauch ausreichend scharf, liefert aber freilich kein so scharfes Bild wie Full- HD- Konkurrenten. Bei genauem Hinsehen kann man mitunter Treppeneffekte erkennen. Strahlende Farben, sattes Schwarz und eine gute Blickwinkelstabilität sprechen aber ebenfalls für das Display. Surfen und Lesen war im Test auf dem geräumigen Riesen- Display jedenfalls ein Genuss.

Recht klein ist der interne Speicher: Der bietet nur eine Kapazität von acht Gigabyte, lässt sich aber problemlos mittels microSD- Karte um 64 Gigabyte erweitern. So ausgestattet ist dann auch genug Platz für größere Musiksammlungen und das eine oder andere Video vorhanden.

Mäßige Kameras, kompromisslose Funkausstattung

Einen durchwachsenen Eindruck hinterlässt die Kameraleistung des Lumia 1320. Die fünf Megapixel starke Hauptkamera war im Test im Dämmerlicht nur für eher unscharfe, verrauschte Bilder gut. Bei Dämmerlicht ist die Bildqualität bescheiden, bei guten Lichtverhältnissen gelingen aber akzeptable Schnappschüsse.

Auch wenn die Kamera- App Nokia- typisch viele Funktionen bietet, taugt sie in der Praxis nur als Notlösung. Einen etwas besseren Eindruck hinterlässt die Kamera bei der Aufnahme von Full- HD- Videos, aber auch hier ist ihre Leistung nicht überragend. Die Frontkamera liefert 0,3 Megapixel Auflösung, reicht für Videotelefonie bei gutem Licht, reißt aber ebenfalls keine Bäume aus.

Keine Kompromisse macht Nokia hingegen bei der Funkausstattung. Ins Netz gelangt das Riesen- Lumia – unüblich in dieser Preisklasse – über den Datenturbo LTE. WLAN ist nach N- Standard an Bord, Bluetooth in der stromsparenden Version 4.0. Die Ortungsdienste GPS und GLONASS gibt’s ebenfalls, NFC fehlt aber.

Sauber verarbeitet, ausdauernder Akku

An der Verarbeitungsqualität des Windows- Riesen gibt's nichts auszusetzen. Die kratzfeste Front wirkte im Test angenehm stabil, bei der Rückseite setzt Nokia wie bei seinen anderen Lumias auf buntes Plastik, das dank matter Oberfläche griffig in der Hand liegt.

Das in Rot, Gelb, Weiß und Schwarz verfügbare Smartphone gab im Test auch bei sanftem Druck an der Rückseite nicht nach, und auch zu groß geratene oder unerwünschte Spalten fanden wir keine vor. Über die Materialwahl lässt es sich freilich streiten, alles in allem wirkt das Lumia 1320 für diese Preisklasse aber sehr hochwertig.

Der 3.400 Milliamperestunden starke Akku ist angesichts des stromfressenden Riesen- Displays notwendig, machte seine Sache im Test aber sehr gut. Einen durchschnittlichen Arbeitstag übersteht das Lumia 1520 damit ohne Probleme, bei sparsamer Nutzung ist auch mal ein zweiter Tag drin.

Größter Schwachpunkt: Windows Phone 8

Der größte Schwachpunkt des Lumia 1320 ist seine Software. Und zwar nicht, weil Windows Phone 8 nicht intuitiv zu bedienen wäre oder ruckeln würde – im Gegenteil, angesichts der vorhandenen Komponenten ist das Gerät sogar erstaunlich flott. Allerdings plagt Windows Phone 8 immer noch das Stigma der geringen App- Auswahl.

Auch wenn man für die meisten Einsatzszenarien mittlerweile entsprechende Apps findet, gibt es viele populäre Programme nach wie vor nur für Android und iOS. Wer mit den Bordmitteln – Nokia liefert zahlreiche nützliche Programme mit und spendiert dem Nutzer sogar ein Offline- Navi – auskommt, wird sich daran nicht stören. Wer aber von anderen Plattformen kommt, könnte von diesem Nachteil aber genervt sein.

Angenehm bedienbar, zu groß für die Hosentasche
Trotz seiner Größe ließ sich das Lumia 1320 im Test sehr gut bedienen. Der Entsperrknopf ist so angeordnet, dass er mit dem rechten Daumen gut zu erreichen ist, insgesamt ist das Smartphone gerade noch kompakt genug, um in einer Hand gehalten zu werden.

Zum Tippen empfiehlt es sich, beide Hände zu verwenden – und hat man sich erst einmal daran gewöhnt, geht es auch schnell und sicher von der Hand. Zumal die Tasten durch das vorhandene Platzangebot auch für größere Finger gut zu treffen sind.

Ein Nachteil bleibt: Für eine durchschnittliche Herrenhosentasche ist das gigantische Windows Phone kaum mehr geeignet. Wer es in der Handtasche transportiert, dürfte sich an seinen Abmessungen aber nicht stören.

Fazit: Was bleibt, ist ein solides Riesenhandy mit teils deutlichen Schwächen bei der Kamera und der App- Auswahl. Durch seinen fairen Preis könnte das Lumia 1320 trotzdem Phablet- Einsteiger ansprechen, denen es weniger um technische Superlative, sondern nur um ein großes, geräumiges Display zum Surfen und Lesen geht. Leistungsfetischisten mit einem Faible für große Windows- Handys sollten sich aber eher das Lumia 1520 anschauen – das kostet zwar deutlich mehr, bietet dafür aber auch eine weit bessere Kamera und tüchtigere Hardware.

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