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10.12.2016 - 02:02
Foto: thinkstockphotos.de

80 Prozent aller Apps sind erfolglose "Zombies"

03.02.2015, 10:03
Die Zahl der Programme in einem App Store gilt bei Mobilbetriebssystemen gemeinhin als Qualitätskriterium, es gilt die Devise "Viel hilft viel". Wie eine Studie des Marktforschers adjust nun zeigt, bedeutet große Quantität allerdings nicht automatisch hohe Beliebtheit. Bei der Analyse des Apple App Stores hat das Unternehmen festgestellt, dass über 80 Prozent der 1,4 Millionen vorhandenen Anwendungen ein Dasein als von Nutzern verschmähte "Zombie-Apps" führen. Bei Android dürfte es nicht viel anders sein.

Als "Zombie- Apps" betrachten die Autoren der Studie  all jene Apps, die selten bis nie in den Charts des App Stores auftauchen, also unter geringem Nutzerinteresse, schlechten Bewertungen und miesen Downloadzahlen leiden. Neben wenigen erfolgreichen und beliebten Anwendungen bilden diese verschmähten Apps mit einem Anteil von 83 Prozent im App Store die große Mehrheit. Tatsächlich ist die Zahl der "Zombie- Apps" im vergangenen Jahr sogar gestiegen – um ganze neun Prozent.

Nischen- Apps haben bessere Chancen

Ob eine Anwendung zur Zombie- Anwendung – in der Studie sind es all jene, die an zwei von drei Studientagen nicht in den App- Store- Charts auftauchen – wird, wird einerseits vom Nutzerinteresse bestimmt, zum Teil aber auch vom Entwickler. Veröffentlicht er seine Anwendung in einer überlaufenen Kategorie wie "Business", sind die Chancen, in die Charts zu kommen und bekannt zu werden, durch die starke Konkurrenz sehr gering. Bringt der Entwickler eine Anwendung für eine eher unbekannte Kategorie heraus, ist die Chance auf eine Chartplatzierung größer.

Nutzer haben App- Überblick verloren

Die Ursache für die große Zahl verschmähter Anwendungen: Laut Studie wächst die Zahl der vorhandenen Apps einfach zu schnell, um den Überblick zu behalten. Neue Apps gehen daher schnell unter – besonders in Kategorien, die von einigen wenigen starken Anwendungen dominiert werden. Apple schafft einem "Heise"- Bericht  zufolge zwar Abhilfe, indem die iTunes- Betreiber eine Vorauswahl treffen und eine Stöberfunktion anbieten, für viele Nutzer ist der App- Dschungel aber einfach zu undurchdringlich geworden.

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