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Ärger mit dem Pflegegeld? Verein bietet Hilfestellung

Ärger mit dem Pflegegeld? Verein bietet Hilfestellung (Bild: © 2010 Photos.com, a division of Getty Images)
Foto: © 2010 Photos.com, a division of Getty Images
Beim heiklen Thema Pflegegeld kochen die Emotionen über – das weiß die Ombudsfrau aus zahlreichen Zuschriften. Grund dafür: Oft klaffen die bewilligte Pflegestufe und die "Pflege- Realität" der Betroffenen meilenweit auseinander. Ein Linzer Anwalt möchte Betroffenen österreichweit kostenlos Hilfe anbieten.

Etwa 100.000 Anträge auf Pflegegeld oder dessen Erhöhung werden in Österreich jährlich gestellt. Insgesamt beziehen rund 400.000 Betroffene eine monatliche Pflegeleistung. Nicht immer stimmt die bezogene Leistung mit dem tatsächlichen Pflegeaufwand überein. Etwa wenn der Gesundheitszustand sich verschlechtert, aber kein Antrag auf Erhöhung gestellt wird. Auch schreckt ein mögliches Verfahren vor dem zuständigen Sozialgericht viele ab.

Der Linzer Anwalt Wolfgang Stütz kennt das Problem aus seinem Arbeitsalltag. Er hat der Ombudsfrau deshalb von einem ehrgeizigen Vorhaben erzählt. Im Zuge seiner Tätigkeit als Sachwalter hat der Jurist oft erlebt, dass die Einschätzung der auszahlenden Stelle nicht mit dem tatsächlichen Pflegeaufwand übereinstimmt. Vor allem dann, wenn die Pflegebedürftigen gar nicht mehr in der Lage sind, selbst einen entsprechenden Erhöhungsantrag zu stellen.

Wie im Fall eines 90- jährigen Oberösterreichers, den Wolfgang Stütz betreut. Der demenzkranke Senior ist bettlägerig, wird über eine Sonde ernährt und braucht rund um die Uhr Pflege. Dafür bezog er jahrelang nur Pflegegeld der Stufe fünf. Bis der Sachwalter einschritt und die zustehende Pflegestufe sieben erkämpfte. Diese Hilfe möchte Wolfgang Stütz kostenlos allen Betroffenen in Österreich anbieten. "Aufgrund meiner sozialen Einstellung ist es mir ein Anliegen, diese Menschen zu unterstützen", so der engagierte Anwalt. Er hat dafür einen Verein (www.jusb.at ) gegründet, an den sich Betroffene wenden können und kostenlos Hilfe erhalten.

Ombudsfrau Barbara Stöckl
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